Keine Experimente in diesem Jahr

Heuer keine neuen Feste am Mariahilfplatz – Erst 2022 könnte es Zusatzveranstaltungen geben

Ein brachliegender Mariahilfplatz: Den einen gefällt’s, die anderen wollen Veranstaltungen.
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Ein brachliegender Mariahilfplatz: Den einen gefällt’s, die anderen wollen Veranstaltungen.

Eigentlich wollte der BA längst eine Entscheidung treffen, ob dieses Jahr noch eine Veranstaltung auf dem Mariahilfplatz stattfindet kann. Doch zunächst soll eine Anwohner-Versammlung abgewartet werden.

Untere Au - Die Bürger sind gespalten. Ein Teil befürwortet zusätzliche Veranstaltungen am Mariahilfplatz. Ein anderer ist dagegen. In diesem Jahr allerdings wird dazu keine politische Entscheidung mehr fallen.

Der BA Au-Haidhausen will das Ergebnis einer Anwohner-Versammlung abwarten. Und da diese erst Ende November ist, wäre das zu spät für die Genehmigung jener Feste, die theoretisch noch hätten stattfinden können.

„Wir wollen nicht zusätzlich die Stimmung anheizen“, sagte der BA-Vorsitzende Jörg Spengler (Grüne) bei der jüngsten Sitzung. Einzig die Vertreter der Linken sprachen sich für eine zusätzliche Veranstaltung in diesem Jahr aus.

Bereits bei der Bürgerversammlung im Stadtbezirk wurde um das Thema gerungen. Dabei gab es bei den Abstimmungen Mehrheiten sowohl für Anträge, die neue kommerzielle Veranstaltungen befürworteten, als auch für solche, die das verhindern sollten.

Reichen Dult und Wochenmarkt?

Derzeit finden pro Jahr drei Dulten vor Ort statt. Die Herbstdult steht aktuell bevor und dauert von Samstag, 16. Oktober, bis Sonntag, 24. Oktober. Außerdem gibt es den Wochenmarkt jeweils mittwochs und samstags. Darüber hinaus wird der Platz in der Regel nicht bespielt.

Ein Termin für die Anwohnerversammlung konnte – auch wegen der Pandemie – erst kurz vor dem ersten Advent gefunden werden. Sie findet nun am Mittwoch, 24. November, ab 19 Uhr in der Mariahilfkirche statt.

„Diese Versammlung wird nicht endgültig darüber entscheiden, wie es weitergeht“, sagt Andreas Micksch (CSU), Vorsitzender des Unterausschusses Wirtschaft. „Der BA behält sich die Entscheidung vor.“ Er glaubt, dass es dort zusätzliche Kulturevents geben könnte. „Ich bin aber dagegen, dass das in mehrwöchige Veranstaltungen ausartet.“

Andreas Micksch (CSU), Vorsitzender des Unterausschusses Wirtschaft.

Für Ende des Jahres hatte sich zum wiederholten Mal der Verein Wannda mit dem „Märchenbazar“ beworben. Julian Hahn von Wannda sagt zum BA-Beschluss: „Es fällt uns etwas schwer das nachzuvollziehen. Es wurde 2020 im BA beschlossen, dass der Mariahilfplatz für Veranstaltungen geöffnet werden soll.

Außerdem wurde in der letzten Bürgerversammlung der Antrag ,Märchenbazar auf dem Mariahilfplatz‘ mit einer deutlichen Mehrheit angenommen.“ 2020 hätte das „Winterfest in der Au“ der „Münchner Stadtmedien GmbH“ auf der Fläche stattfinden sollen. Dieses musste wegen Covid aber abgesagt werden.

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