Ermittlungserfolg

Polizei zerschlägt internationalen Drogenring ‒ eine Tonne Crystal Meth und hunderte Kilo Ecstasy geschmuggelt

Die Droge Chrystal Meth in einem Plastikbeutel.
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Die Droge Chrystal Meth in einem Plastikbeutel.

Ein internationaler Drogenring schmuggelte Massen an Crystal Meth und Ecstasy - der Zoll in München, das LKA und Ermittler in Aachen nahmen 18 Verdächtige fest.

Ermittler aus Bayern und Nordrhein-Westfalen haben einen internationale Drogenring zerschlagen, der mehr als eine Tonne Betäubungsmittel geschmuggelt haben soll.

In Deutschland und den Niederlanden wurden Mitte April 18 Haftbefehle vollstreckt, wie das Zollfahndungsamt München, das bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Aachen am Freitag mitteilten.

Insgesamt wurden 30 Wohnungen und diverse Geschäftsräume in Deutschland durchsucht, davon 27 Objekte im Großraum Berlin. Weitere acht Durchsuchungen gab es in den Niederlanden.

In Deutschland wurden 13 Haftbefehle vollstreckt, in den Niederlanden fünf. Insgesamt wird gegen 31 Verdächtige ermittelt. Die Beschuldigten werden verdächtigt, seit Mitte 2017 regelmäßig Drogen aus den Niederlanden geschmuggelt zu haben.

Ermittler aus München, Bayern und Aachen zerschlagen internationalen Drogenring

Insgesamt sollen rund eine Tonne Crystal Meth und mehrere hundert Kilogramm Ecstasy durch Kuriere in professionellen Schmuggelverstecken von Autos oder unter Tarnladungen verborgen nach Berlin und nach Tschechien gebracht und weiterverteilt oder -verkauft worden sein.

Bei den mehrtägigen Durchsuchungen wurden mehrere Kilogramm Drogen, 15 Kilogramm Streckmittel, 60.000 Euro Bargeld sowie zahlreiche Datenträger und Schriftstücke beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden sollen.

Auf die Bande aufmerksam wurden die Ermittler nach eigenen Angaben über einen Abnehmer, der wiederholt in Bayern ausgemacht wurde und sein Rauschgift über einen Tatbeteiligten aus Aachen bezogen haben soll.

Zoll zerschlägt Drogenring - 18 Verdächtige in Untersuchungshaft

Eine weitere Einnahmequelle der Tatverdächtigen soll der Betrieb illegaler Spielhallen mit manipulierten Spielautomaten in Berlin gewesen sein. Bei ihren Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler 47 Automaten.

An den Durchsuchungen waren mehr als 430 Beamte des Zolls und der Polizei beteiligt. Im Einsatz waren zudem zahlreiche Spezialkräfte wie etwa die GSG9.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei dauerten an, erklärten die Behörden.

dpa/afp/jh

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