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E-Scooter in Eisbach und auf Zuggleise in München geworfen - Feuerwehr und Bundespolizei im Einsatz

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Von: Benedikt Strobach

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Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr heben den E-Scooter im Eisbach mit einem Einreißhaken an. Anschließend fischten zwei Surfer das Gefährt aus dem Wasser.
Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr heben den E-Scooter im Eisbach mit einem Einreißhaken an. Anschließend fischten zwei Surfer das Gefährt aus dem Wasser. © Berufsfeuerwehr München

Die Feuerwehr hat in München einen E-Scooter nahe der Surferwelle aus dem Eisbach gefischt. Die Bundespolizei meldet Gefährte auf Zuggleisen und sucht Täter.

München - Viel Ärger hat es diese Woche mit E-Scootern in München gegeben. Wie die Feuerwehr meldete, wurde eines der Gefährte in den Eisbach an der Surferwelle geworfen. Einsatzkärfte mussten den Scooter anschließend bergen. Die Bundespolizei berichtet von mehreren Fällen, in denen E-Scooter auf Bahngleise geworfen und durch fahrende Züge zerstört wurden.

Ärger um E-Scooter in München: Feuerwehr muss Gefährt aus dem Eisbach nahe der Surferwelle fischen

Samstagmittag teilte die Polizei der Integrierten Leitstelle mit, dass ein E-Scooter auf Höhe der Surferwelle illegal im Eisbach versenkt wurde. Da der Scooter eine Gefahr für die dortigen Surfer war, entschlossen sich die Einsatzkräfte, das Gefährt aus dem Bach zu bergen.

Über die Drehleiter gelang es, den Scooter mit einem Einreißhaken anzuheben. Durch die starke Strömung wurde dieser dann mitgerissen. Etwa 20 Meter flussabwärts konnte der Roller von zwei Surfern, die bereits am Ufer auf ihren Einsatz warteten, aus dem Wasser gefischt werden. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Wassersportlern ist die bekannteste Welle in München nun wieder sicher.

Bundespolizei meldet E-Scooter-Vandalismus in München: Gefährte auf Gleise geworfen und von Zügen zerstört

Gegen 02:15 Uhr am Freitag (19. November) meldete die Deutsche Bahn auf der Strecke vom Bahnhof Feldmoching zum Nordring mehrere neben den Gleisen liegende E-Scooter. Ermittlungen vor Ort ergaben, dass sich auf rund 70 Metern mehrere zerstörte Gefährte im und neben dem Gleisbereich befanden. Augenscheinlich wurden diese von mindestens einem Zug erfasst und überrollt. Zur Absuche und Sicherstellung wurde die Strecke ab 3 Uhr für rund eine halbe Stunde gesperrt.

Die Bundespolizei München hat mehrere E-Roller zerstört neben Zuggleisen im Norden gefunden.
Die Bundespolizei München hat mehrere E-Roller zerstört neben Zuggleisen im Norden gefunden. © Bundespolizei

Nachforschungen ergaben, dass bereits am Mittwochmorgen (17. November) im selben Bereich ein Zug gegen 01:25 Uhr zwei E-Scooter trotz eingeleiteter Schnellbremsung überfahren hatte. Nachdem am Zug keine Beschädigungen festgestellt wurden, räumte der Lokführer die Roller zur Seite und setzte seine Fahrt fort. Die Bundespolizei hat in beiden Fällen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Sachschaden durch E-Scooter im Gleisbereich - Bundespolizei München sucht Zeugen, um Täter zu finden

Bereits am Sonntag (14. November) hatten Jugendliche im Bereich des Arnulfsteges und der Donnersbergerbrücke E-Scooter auf Bahngebiet geworfen. Hierbei kam es jedoch zu keinen bahnbetrieblichen Auswirkungen oder Beschädigungen.

In den Fällen vom 17. und 19 November entstand ein bisher noch nicht bezifferbarer Sachschaden. Wer sachdienliche Hinweise zu den Verursachern geben kann, wird gebeten, die Bundespolizeiinspektion München unter der Rufnummer 089/515550-1111 zu verständigen.

E-Scooter sorgen bei vielen Münchnern für Ärger. Auf der diesjährigen Milbertshofener Bürgerversammlung forderte ein Bürger, die Gefährte aus dem Stadtgebiet zu verbannen. Auch kommt es immer wieder zu Unfällen mit unvorsichtigen Nutzern.

Quellen: Berufsfeuerwehr München und Bundespolizei München

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