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Einbahnregelung für „Am Langwieder Bach“: Sicherheit von Kindern und Patienten in Gefahr?

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Bernhard Matzner hält die Mundesgasse für zu schmal für den Verkehr Richtung A99.
Bernhard Matzner hält die Mundesgasse für zu schmal für den Verkehr Richtung A99. © Andreas Schwarzbauer

Die Straße „Am Langwieder Bach“ soll teilweise zu einer Einbahnstraße werden. Die Anwohner äußern heftigen Protest dagegen. Was die Politik nun plant:

Pasing - Eine Katastrophe, ein Wahnsinn und ein erhebliches Sicherheitsrisiko – das seien die Pläne der Stadt, einen Teil der Straße „Am Langwieder Bach“ zur Einbahnstraße zu machen. Der südliche Abschnitt soll nur noch in Richtung Aubinger Ortskern befahrbar sein. 500 Unterschriften hat die Aubinger Hausarztpraxis Matzner innerhalb von vier Wochen dagegen gesammelt. Und auch Eltern, deren Kinder die Grundschule an der Gotzmannstraße besuchen, protestieren gegen die Einbahnregelung zwischen Mundesgasse und Sulzemooser Straße.

Die Regelung sei nötig, weil ein Anwohner einen Teil seines Grundstückes zurückfordere, auf dem die Straße „Am Langwieder Bach“ verlaufe, sagt die Sprecherin des Mobilitätsreferats, Christina Warta. „Die Bemühungen der Landeshauptstadt, den privaten Grund zu erwerben, sind leider gescheitert.“ Eine Einbahnregelung sei daher alternativlos.

Einbahnregelung „Am Langwieder Bach“: Straße als wichtige Verkehrsader

Künftig dient daher die Mun­desgasse als Route zur Autobahn. Das werde aber nicht funktionieren, ist sich Hausarzt Bernhard Matzner sicher. Denn vor allem in den Morgenstunden seien derzeit sehr viele Autos auf der Straße „Am Langwieder Bach“ unterwegs. „In der Hauptverkehrszeit fahren dort Anwohner aus Alt- und Neuaubing entlang, um zur Autobahn oder zum Mittleren Ring zu kommen“, sagt er. Eine Verkehrszählung sei 2014 auf 2000 Fahrzeuge täglich gekommen. Seitdem habe der Verkehr sicherlich erheblich zugenommen und bald es kämen noch die Freihamer hinzu.

Die Mundesgasse sei dafür in zweifacher Hinsicht problematisch. Zum einen befinden sich dort sechs Senkrecht-Parkplätze seiner Praxis. Künftig hätten die Besucher morgens wohl keine Chance auszuparken, meint er. „Meine älteren Patienten können aber nicht mit dem Radl kommen.“ Zum anderen dient die schmale Straße vielen Kindern als Schulweg.

Einbahnregelung „Am Langwieder Bach“: Sperrung wäre „Katastrophe“

Die Situation sei schon jetzt nicht optimal. „Es gibt keinen Gehweg und am Straßenrand parken die Autos. Das ist kein Schulweg, sondern ein Witz. Aber wenn die Sperrung kommt, wird es eine Katastrophe“, sagt Mirjana Ganesch, deren Tochter dort jeden Tag unterwegs ist.

Für sie wäre es die beste Lösung, die Durchfahrt schon ab der Altostraße zu sperren. Da dies unrealistisch sei, fordert sie, zumindest die Einbahnregelung umzudrehen. Das will auch Matzner. Dazu könne man die Durchfahrt am östlichen Ende der Mundesgasse mit Pollern sperren, um den Durchgangsverkehr rauszuhalten. Warta teilt mit, dass das Mobilitätsreferat aufgrund der Proteste nun noch mal „verschiedene Richtungsvarianten der Einbahnstraßenregelungen“ prüfe.

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