Zaun für Zamperl

Hundewiese für Hadern? ‒ Rasen an Platanenstraße soll zu begrenzter Freilauffläche werden 

Ulrich Baumeister mit „Senior“ (li.) und ihre Mitstreiter wünschen sich eine Hundewiese in der näheren Umgebung. Ihr Vorschlag: die Fläche an der Platanenstraße/Am Wiesenhang (im Hintergrund) beziehungsweise der westliche Teil davon.
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Ulrich Baumeister mit „Senior“ (li.) und ihre Mitstreiter wünschen sich eine Hundewiese in der näheren Umgebung. Ihr Vorschlag: die Fläche an der Platanenstraße/Am Wiesenhang (im Hintergrund) beziehungsweise der westliche Teil davon.

Viele Haderner Hundehalter wünschen sich eine eingezäunte Wiese für ihre Tiere in der Nähe. Eine passende Fläche wurde an der Platanenstraße gefunden. Was die Stadt dazu sagt.

Hadern - Als Ulrich Baumeister den Tschechoslowakischen Wolfshund-Mix aus einer Tötungsstation geholt hat, wog der Rüde gerade einmal zwölf Kilo.

Inzwischen ist der neunjährige „Senior“ aufgepäppelt und angesichts seines fortgeschrittenen Alters recht sportlich unterwegs. „Er ist ein herzensguter Hund – aber in der nächsten Zeit noch nicht von der Leine zu kriegen“, sagt der Haderner.

Doch Flächen zum Üben sind rar. Der Wunsch Baumeisters und weiterer Hundehalter im Viertel: eine eingezäunte Freilauffläche in der näheren Umgebung.

Ein passendes Grundstück haben sie bereits auserkoren: nämlich die Wiese an der Platanenstraße/Am Wiesenhang. Laut den Hundehaltern sei die Fläche ungenutzt – wenn man von den Jugendlichen, die sich dort betrinken und ihren Müll liegen lassen würden, absehe. Momentan befinden sich dort grüne Poller, es gilt also ein Betretungsverbot für Hunde.

„Eine eingezäunte Wiese würde den Tieren die Möglichkeit geben, ungestört miteinander spielen zu können. Und die Halter hätten die Sicherheit, dass ihre Hunde nicht weglaufen, sodass man auch das Rückruftraining sicher üben könnte“, erklärt Baumeister.

Nächste eingezäunte Hundewiese ist weiter weg

Dazu komme, dass aufgrund der Pandemie die Hundeschulen geschlossen waren und so die Erziehung der Tiere oftmals schwierig war. „Auf unseren Geh- und Waldwegen ist ein ungezwungenes Verhalten der angeleinten Hunde meist nicht möglich, zumal viele Radfahrer die Wege als Rennstrecke benutzen. So sind gefährliche Situationen vorprogrammiert“, führt Baumeister weiter aus.

Die nächste eingezäunte Hundewiese befindet sich im Landkreis in Unterföhring. In Johanneskirchen gibt es eine weitere – allerdings auf Privatgrund, nutzbar ab zwölf Euro die Stunde.

Auf Hallo-Nachfrage beim zuständigen Baureferat wird lediglich auf ein Antwortschreiben von Februar verwiesen. Dieses bezieht sich auf den Antrag, eine umzäunte Hundewiese im Ostpark einzurichten. Die Stadt schreibt, dass die vorhandenen Flächen in öffentlichen Grünanlagen nicht ausreichen würden, um Teile für Hunde zu reservieren.

Da die Anlagen laut Satzung der Allgemeinheit dienen, widerspreche eine „Ausgrenzung von Teilen der Bürgerschaft aus bestimmten eingezäunten Bereichen“ der Zweckbestimmung sowie dem Charakter des öffentlichen Raums.

In der kommenden Sitzung des Bezirksausschusses Hadern, am Montag, 11. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Aula der Grundschule Am Hedernfeld, wird sich das Lokalgremium mit dem Thema befassen. Ulrich Baumeister wird einen entsprechenden Antrag stellen.

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