1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Die Eisbachwelle kommt auf die Bühne der Schauburg ‒ Was macht einen Münchner aus?

Erstellt:

Von: Kassandra Fischer

Kommentare

Das Theaterstück „Eisbachwelle“ feiert am 24. April Premiere in der Schauburg.
Das Theaterstück „Eisbachwelle“ feiert am 24. April Premiere in der Schauburg. © mc

Mit dem neuen Theaterstück „Eisbachwelle“ in der Schauburg sollen junge Menschen zum Nachdenken über Heimat und Identität angeregt werden - das steckt dahinter.

Schwabing/Lehel - Wer ist mehr Münchner: der zufällig hier Geborene oder die bewusst hierher Geflüchtete? Die Eisbachwellen-Surferin oder der Schwimmer mit Isar-Card? Mit genau dieser Fragestellung befasst sich das neue Stück „Eisbachwelle“ von Florian Wacker, das am Sonntag, 24. April, seine Premiere in der Schauburg feiert.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

„Eisbachwelle“ in der Schauburg: Neues Theaterstück zu Heimat und Identität der Münchner

„Inhaltlich geht es dabei um drei Jugendliche, die im Englischen Garten abhängen und große Pläne für die Sommerferien haben“, erklärt Regisseur Johannes Schmid. Plötzlich ist ein Mädchen verschwunden und die Übrigen stellen fest, dass sie gar nicht viel über die Identität der Vermissten wissen. Schließlich machen sich die Jugendlichen auf die Suche. „Dabei denken sie über andere Schicksale und Biografien nach.“

Der Eisbach ist Treffpunkt in der Handlungsebene. „In dem Alter ist es üblich, dass man sich oft im öffentlichen Raum und nicht mehr zu Hause bei den Eltern trifft“, sagt Schmid. „Dabei stellt sich dann die Frage: Wie viel weiß man über den anderen überhaupt?“ Gleichzeitig sei der beliebte Surfer-Treff auch als eine doppelte Metapher zu verstehen. „Das Wasser, der Strudel, die Surfer stehen für die Lust aufs Leben. Aber es kann auch schiefgehen, man kann im Strudel des Lebens untergehen“, erklärt Schmid.

Theaterstück das zum Nachdenken anregt: Was macht einen Münchner aus?

Indem das Stück selbst viele Fragen aufwirft, soll es das Publikum zum Nachdenken anregen. „Es geht stark um die Fragen: Was ist Identität? Worüber definiert man sich? Welche Rolle spielt die Biografie?“, sagt Schmid. „Es soll animieren, sich nicht immer auf den Schein zu verlassen. Oftmals trügt dieser, man kann in Andere nicht reinschauen. Und die Welt ist viel komplexer geworden.“ Eine Migrations- und Fluchtgeschichte deute sich im Laufe des Stücks zwar an, gleichzeitig würden aber auch zahlreiche poetische und assoziative Räume bestehen bleiben.

Auf die Frage, was für Schmid persönlich einen Münchner ausmacht, sagt er: „Ich glaube, die Definition von Heimat setzt sich aus vielen Facetten zusammen.“ Er selbst kommt aus Niederbayern, hat lange Zeit in München gewohnt und studiert, inzwischen lebt er seit zehn Jahren in Schweden. Seine Heimat sei ein Konglomerat aus all dem. „Man ist vor allem daheim, wo man Leute liebt – aber das definiert jeder anders.“

„Eisbachwelle“ in der Schauburg

Die Premiere von „Eisbachwelle“ findet am Sonntag, 24. April, um 16 Uhr in der Schauburg, Franz-Joseph-Straße 47, statt. Weitere Termine gibt es online unter www.schauburg.net

Quelle: www.hallo-muenchen.de

Auch interessant

Kommentare