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Eislaufen auf der Würmwiese? – Wie eine Obermenzingerin für Wintersport an der Blutenburg kämpft

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Von: Ursula Löschau

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Irmela Strohhacker gibt nicht auf: Wenn der Blutenburg-Weiher  zum Schlittschuhlaufen nicht freigegeben werden kann, könnten vielleicht angrenzende Wiesen Flächen bieten.
Irmela Strohhacker gibt nicht auf: Wenn der Blutenburg-Weiher zum Schlittschuhlaufen nicht freigegeben werden kann, könnten vielleicht angrenzende Wiesen Flächen bieten. © ul

Schlittschuhlaufen auf dem Blutenburg-Weiher ist verboten. Eine Obermenzingerin hält jetzt nach Alternativen Ausschau und glaubt, fündig geworden zu sein...

Obermenzing - Die ersten Frostnächte nahen. Eisläufer können es kaum noch erwarten, die Schlittschuhe auszupacken. Und wenn es nach Irmela Strohhacker (68) aus Obermenzing geht, soll künftig der Würmgrünzug südlich der Blutenburg als herrliche Kulisse für die Bewegung im Freien dienen.

Sie sucht Mitstreiter für die Idee, bei entsprechender Witterung dortige Wiesen zu fluten und so sichere, natürliche Eisflächen zu schaffen. Ihr erster Vorstoß, denBlutenburg-Weiher für Eisläufer freizugeben, scheitert am Veto der Schlösserverwaltung.

„Da es sich dort um ein Fließgewässer handelt, kann die Verkehrssicherung der Eisfläche durch die Bayerische Schlösserverwaltung nicht sichergestellt werden. Im Interesse der Allgemeinheit herrscht deshalb ein Betretungsverbot der Eisflächen“, erklärt eine Sprecherin.

Die Wiesen östlich der Würm könnten zu einer Eislauffläche umfunktioniert werden, so die Idee von Irmela Strohhacker.
Die Wiesen östlich der Würm könnten zu einer Eislauffläche umfunktioniert werden, so die Idee von Irmela Strohhacker. © ul

„Ewig schade“, findet das die frühere Kinderärztin, lässt sich davon aber nicht ausbremsen. Denn: „Bewegung an der frischen Luft ist durch nichts zu ersetzen, besonders für Kinder und Jugendliche.“ Deshalb trägt sie jetzt Plan B an Stadt- und Staatsbehörden sowie den BA Pasing-Obermenzing heran. Im Auge hat sie die leicht abgesenkten Wiesen östlich der Würm. „Es wäre doch einen Versuch wert.“

Viertel-Chef Frieder Vogelsgesang (CSU) versteht den Wunsch, sieht aber auch Schwierigkeiten. „Politisch hat Frau Strohhacker unsere Unterstützung, aber es muss jemanden geben, der es macht,“ sagt er und verweist auf einen gewissen Aufwand bei der Herstellung und Pflege einer solchen Anlage. Dafür brauche es einen verlässlichen Partner – und das passende Wetter.

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