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Finanzielle Hilfe, wenn die Stromkosten zu hoch sind ‒ Diakonie München startet telefonische Energie-Beratung

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Von: Kristina Beck

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Die Stadt München und der Bund haben zahlreiche Unterstützungsangebote für hilfsbedürftige Personen, um die steigenden Energiepreise stemmen zu können.
Die Diakonie München informiert Bürger, die sich die gestiegenen Strom- und Gaskosten nicht leisten können. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Was ist, wenn ich die Energiekosten nicht zahlen kann? Die Diakonie München und Oberbayern berät Menschen in Not zu finanzieller Unterstützung.

München ‒ Obwohl die Stadtwerke München (SWM) die Strompreise ab April 2023 senken wollen und die Gaspreisbremse ab März rückwirkend zum Januar 2023 greifen soll, ist der finanzielle Spielraum bei den gestiegenen Energiekosten bei sehr vielen Bürgern eng.

Probleme mit zu hohen Energiekosten ‒ Diakonie München informiert über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung

Die Diakonie München und Oberbayern haben eine Telefon-Hotline eingerichtet, an die sich Münchner wenden können, „die aufgrund der Energiekrise in finanzielle Nöte geraten sind und zum Beispiel Heiz- oder Stromkostennachzahlungen nicht mehr stemmen können“, teilt die Diakonie mit.

Alleinstehende können nach Angaben der Diakonie eine jährliche Pauschale von 700 Euro erhalten. Für jede weitere Person im Haushalt gibt es 300 Euro.

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Die Energieberatungshotline sei Teil des Gesamtpakets von 20 Millionen Euro, das Stadt und Stadtwerke München im Rahmen des Wärmefonds aufgelegt haben.

„Der Wärmefonds unterstützt Münchner*innen, die aufgrund der Inflation und der hohen Energiepreise in finanzielle Not geraten“, erklärt Andrea Betz, Vorständin der Diakonie München und Oberbayern.

Energieberatung der Diakonie München ‒ Worüber informieren die Mitarbeiter?

Die Hotline-Mitarbeiter erklären vornehmlich, wie Bürger einen Antrag für die Pauschale stellen können. Die Diakonie räumt jedoch ein, dass die Problemfälle komplex sein könnten.

„Auch dann unterstützen wir die Menschen und leiten an Fachberatungsstellen weiter. Sicherlich werden auch vermehrt Fragen auftauchen, auf die es bis jetzt noch keine Antworten gibt und die politischen Handlungsbedarf aufzeigen werden“, so Betz.

Ziel der Energieberatungshotline sei es, dass die Betroffenen unbürokratisch und schnell erste Informationen und Hilfestellungen im Umgang mit hohen Energiekosten-Rechnungen erhalten, heißt es in der Mitteilung der Diakonie München.

Telefonisches Zusatzangebot zu digitalen Medien, um viele Menschen zu erreichen

„Das telefonische Angebot sei auch in Zeiten digitaler Kommunikation ein wichtiger Baustein, um möglichst viele Menschen zu erreichen“, betont Sozialpädagogin Kerstin Reichhart, die die Hotline managt.

„Wir müssen uns bewusst sein, dass wir viele Menschen außen vorlassen, wenn wir allein auf digitale Kommunikation setzen. Besonders alte Menschen, die wenig Zugang zu sozialen Medien oder dem Internet haben, bekommen mit einer Hotline die Möglichkeit alles über finanzielle Unterstützung zu erfahren.“

Energieberatung der Diakonie ist unverbindlich und anonym

Dabei handelt es sich um ein unverbindliches und anonymes Angebot.

Zudem kann weiterer Anspruch auf Unterstützungsleistungen geprüft werden. „Ein Haushalt, der bislang keine Sozialleistungen bezieht, aber eine hohe Nachzahlung für Strom tätigen muss, kann zum Beispiel berechnen lassen, ob ihm im Monat der Fälligkeit eine einmalige Kostenübernahme für Strom zusteht, etwa durch das Jobcenter.“

Besonders für Menschen, die wenig finanzielle Spielräume haben, könnte dies eine große Entlastung sein.

Energieberatungs-Hotline und Wärmefonds

Die Hotline ist unter 089/126991-5150 Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr zu erreichen.

Wer antragsberechtigt ist, erfahren Münchner beispielsweise auf einer Website der Stadtwerke München zum Wärmefonds.

Weitere Informationen zur Energieberatungshotline gibt es auf der Homepage der Diakonie.

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