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Haushalte und Unternehmen in München verbrauchen weniger Erdgas ‒ SWM rufen weiter zum Energie-Sparen auf

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Von: Jonas Hönle

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Stadtwerke München (SWM)
Die Stadtwerke München (SWM) rufen weiterhin zum Energie-Sparen auf. (Symbolbild) © Tobias Hase/dpa

In München verbrauchen Haushalte und Unternehmen weniger Erdgas. Die SWM rufen jedoch mit dem Winter 2023 im Blick weiterhin zum Sparen von Energie auf.

München ‒ Haushalte, kleine und große Unternehmen in München sparen Erdgas. Das ergibt eine Verbrauchsanalyse der Stadtwerke.

Demnach haben Haushalte im November rund 20 Prozent (temperaturbereinigt) weniger verbraucht. Bei der Fernwärme zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.

Bei der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe liegt die Einsparung sogar bei knapp 29 Prozent.

„Es freut uns sehr, dass auch in München im November ein deutlicher Einspareffekt messbar ist. Unsere Kundinnen und Kunden sind sehr engagiert,“ sagt Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung.

In München wird das Erdgas ab Januar 2023 deutlich teurer.

München spart Erdgas im Winter - SWM ruft Haushalte und Unternehmen weiter zum Energie-Sparen auf

Die deutschen Gasspeicher konnten laut SWM zum Beginn der Heizperiode 2022/23 maximal befüllt werden. Das sei eine gute Nachricht, aber keine Entwarnung.

„Die Energie muss in diesem Winter konsequent eingespart werden,“ heißt es in einer SWM-Mitteilung. Damit würden die Erdgas-Speicher im kommenden Frühjahr nicht gänzlich geleert in die Einspeicherphase für den Winter 2023/24 gehen.

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Bei großen Unternehmen zeigen sich schon länger deutliche Verbrauchsreduktionen.

„Ob und wie sich längere oder extreme Kälteperioden auf das Verbrauchsverhalten auswirken, ist noch nicht abschätzbar,“ führt Bieberbach weiter aus. Die Stadtwerke werden die Daten deshalb monatlich auswerten und veröffentlichen.

In der Energie-Krise steigen die Kosten für Heizung und Warmwasser. Um einkommensschwache Haushalte zu unterstützen, richten München und die SWM einen Wärmefonds ein.

Methodik der SWM Analyse

Die Analyse wurde auf Basis der Verbrauchsdaten der Jahre 2018 bis 2021 entwickelt. Aus den historischen Daten und den Ist-Temperaturen 2022 wurde der zu erwartende Verbrauch prognostiziert und mit dem tatsächlichen Verbrauch 2022 verglichen. Die Differenz ergibt die Einsparung.

Für Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen (Einzelhandel, Büros, Schulen, Kindergärten, Behörden, Handwerksbetriebe), wurden die Daten temperaturbereinigt, da der größte Teil des Gasverbrauchs für Heizung (rund 80 Prozent) und Warmwasserbereitung (rund 20 Prozent) verwendet wird.

Die zweite Verbrauchergruppe (Industriekunden, mittlere und größere Gewerbebetriebe, große Büro- und Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser aber auch Gaskraftwerke oder Gasheizwerke) verwendet Erdgas zum überwiegenden Teil für Erzeugung von Prozesswärme. Daher wurden die Temperaturen in der Analyse dieser Kunden nicht berücksichtigt.

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