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Eversbuschstraße in München: Tempo 30 setzt sich durch ‒ Mit Einschränkungen

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Von: Ursula Löschau

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Eversbuschstraße in München.
Im südlichen Abschnitt der Eversbuschstraße in München gilt schon seit vielen Jahren Tempo 30. Die Regelung wird nun ausgedehnt. © Ursula Löschau

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in der Münchner Eversbuschstraße ist beschlossene Sache. Doch es gibt Ausnahmen.

Allach-Untermenzing / München ‒ Jetzt ist sie da – die vom Mobilitätsreferat (MOR) seit geraumer Zeit geprüfte und vorbereitete „verkehrsrechtliche Anordnung“ zur durchgehenden Einführung von Tempo 30 für die Eversbuschstraße.

Die Verwaltung begründet ihre Empfehlung in erster Linie mit Verbesserungen für den Lärm- und Gesundheitsschutz. Zu 100 Prozent wollte der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing dieser Anordnung aber nicht folgen.

Tempo 30 in München: In der Eversbuschstraße in Allach-Untermenzing müssen die Autos langsamer fahren

Nach längerer Diskussion beschloss das Gremium mehrheitlich eine Regelung, die in einem Abschnitt von der vom MOR präferierten Variante (Tempo 30 immer und auf der ganzen Strecke) abweicht: So soll die Geschwindigkeitsbeschränkung laut BA im Bereich zwischen der Allacher Straße und dem Paul-Ehrlich-Weg nur nachts jeweils zwischen 22 und 8 Uhr gelten. Tagsüber (8 bis 22 Uhr) sollen in diesem Abschnitt dagegen noch die innerorts üblichen 50 Stundenkilometer erlaubt sein.

Den Busfahrgästen zuliebe: tagsüber abschnittsweise Tempo 50

Die Viertelpolitiker wollen mit dieser Ausnahme den Interessen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) entgegenkommen. So hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bei der jetzt erfolgten Anhörung eine weitere Temporeduzierung in der Eversbuschstraße abgelehnt.

Im Umfeld des Schulzentrums an der Pfarrer-Grimm-Straße im Süden sowie im Bereich der nördlich gelegenen Allacher Grundschule gilt ja schon seit Längerem das Limit. Sollte dies weiter ausgedehnt werden, rechnet die MVG mit längeren Fahrzeiten für die Nutzer der Buslinien 160, 164 und 165.

MVG: In der Summe durchaus spürbar

Zwar bewege sich die Mehrfahrzeit dort geschätzt zwischen 24 und 30 Sekunden je Fahrtrichtung. „Angesichts der in den vergangenen Monaten permanent eintreffenden Anfragen zu Geschwindigkeitsbeschränkungen entlang der Linienwege von Buslinie“ sei dies jedoch kritisch zu sehen.

Denn in der Summe habe dies „spürbare Auswirkungen auf die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Gesamtlinie“, heißt es in der MVG-Stellungnahme.

Verkehrslage erlaubt ohnehin oft nur Tempo 30

Das MOR sieht das anders. Die Einschränkung auf Tempo 30 auf der verbleibenden Strecke von 1,8 Kilometern zwischen der Allacher und der Ludwigsfelder Straße sei „nur von geringem Ausmaß“.

Außerdem verweist das Referat darauf, dass „mindestens in den Hauptverkehrszeiten ohnehin kaum ein schnelleres Fahren möglich ist“. BA-Chef Pascal Fuckerieder teilte diese Auffassung und sprach sich für eine durchgehend einheitliche Regelung aus.

Die überwiegende Mehrheit bevorzugte die abschnittsweise Zeiteinschränkung. Zudem legte das Gremium Wert darauf, dass die Branddirektion der Vorlage noch zustimmen müsse. Einen Hinweis darauf vermissten die Viertelpolitiker in der MOR-Vorlage.

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