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Vor dem Bellevue di Monaco entstehen neue Abstellflächen – auch im Umgriff tut sich etwas

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Von: Kassandra Fischer

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Pfiat eich, Radl-Diebe: Louis Gomez und Barbara Bergau freuen sich auf Abstellflächen vor dem Bellevue di Monaco. Derzeit steht der Gehsteig voll, zum Anschließen gibt es keine Option.
Pfiat eich, Radl-Diebe: Louis Gomez und Barbara Bergau freuen sich auf Abstellflächen vor dem Bellevue di Monaco. Derzeit steht der Gehsteig voll, zum Anschließen gibt es keine Option. © Kassandra Fischer

Wer mit dem Rad ins Bellevue di Monaco kommen will hat meistens keinen Platz, es sicher abzustellen. Die Stadt reagiert jetzt und stellt nicht nur am Wohnzentrum neue Stellplätze in Aussicht.

ALTSTADT Radlchaos in der Müllerstraße. Davon können die Bewohner des Bellevue di Monaco ein Lied singen. An der Häuserfassade steht alles voller Drahtesel. Richtige Abstellplätze gibt es keine, Möglichkeiten zum Anschließen ebenso nicht.

„Mir wurde erst kürzlich das Rad geklaut, ein neues Mountainbike“, klagt Bewohner Louis Gomez. Und damit ist er nicht alleine. „Ich habe das schon von mehreren mitbekommen“

Bellevue di Monaco: Dringender Bedarf an Radstellplätzen - Verbesserung in Aussicht

Dabei sind viele der Bewohner des Wohn- und Kulturzentrums für Geflüchtete auf das Rad angewiesen. Das weiß auch Barbara Bergau. „Für unsere Bewohner ist es besonders dramatisch, die können nicht einfach am nächsten Tag ein Neues kaufen“, betont die Projektleiterin.

Der Bewohner Louis Gomez und Projektleiterin Barbara Bergau forderten bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorm Bellevue di Monaco.
Der Bewohner Louis Gomez und Projektleiterin Barbara Bergau forderten bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorm Bellevue di Monaco. © Kassandra Fischer

Verbesserung der Situation ist allerdings schon in Sicht: Der BA Altstadt-Lehel hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass an der Müllerstraße zwei Stellplätze aufgelöst und zu Rad­abstellflächen umgewandelt werden. „Pro Autostellplatz entsteht Raum für etwa zehn Räder“, erklärt Philippe Louis (Grüne) vom zuständigen Unterausschuss auf Hallo-Nachfrage.

Per Anlehnbügel besteht dann künftig die Option, die Räder fest anzuschließen.

Mehr Platz für Fahrräder im ganzen Viertel in Aussicht

Doch das ist nicht die einzige Verbesserung im Umgriff. „Wir schaffen gegenüber vom Bellevue auf allen Seiten der Kreuzung Radparker“, ergänzt Florian Petrich (Grüne) aus dem benachbarten BA Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Die beiden Gremien teilen sich die Zuständigkeit für die Müllerstraße. Heißt: nochmal zwischen 20 und 40 neue Stellplätze an der Ecke.

Das Gremium hat unlängst bereits den ganzen Bezirk unter die Lupe genommen und geschaut, wo Radabstellflächen nötig und machbar sind. So soll sich auch entlang der Müller- und Rumfordstraße einiges tun – beispielsweise an den Kreuzungsbereichen zur Thalkirchner-, Holz-, Klenze- oder Baaderstraße. Ebenso rund um den Gärtnerplatz an allen Straßeneinmündungen, wo es derzeit keine Möglichkeiten zum Radlparken gibt.

Müllerstraße: Weitere Aufwertungsarbeiten geplant

Hier will nun auch der BA 1 nachziehen und sich seinen Teil der Müllerstraße bei einem Ortstermin näher anschauen. Dabei soll es aber nicht nur ums Thema Rad­abstellflächen, sondern auch um Themen wie beispielsweise Baumpflanzungen gehen.

Beim Bellevue freut man sich indes sehr über die neuen Möglichkeiten. Denn auch viele Café-Besucher kommen strampelnd auf zwei Rädern – je mehr Parkplätze, desto besser.

Und Gomez kann künftig sein Rad ordentlich vor dem nächsten Dieb sichern. Denn er hatte Glück und hat inzwischen wieder ein Rad.

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