Diebesgut im Wert von mehreren zehntausend Euro

München: „Falsche Polizisten“ rauben Rentnerin aus - Beamte schnappen zwei Tatverdächtige

Betrüger geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus
+
Symbolbild: Betrüger geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus

Per Telefon hatten sich Betrüger als Polizeibeamte ausgegeben und einer Münchner Rentnerin Wertgegenstände in Höhe von mehreren zehntausend Euro abgenommen. Jetzt hat die Polizei zwei Tatverdächtige geschnappt.

  • Die Masche ist bekannt: „Falsche Polizeibeamte“ entlocken Senioren ihr Vermögen.
  • Im Fall einer Münchner Rentnerin aus Nymphenburg hat die Polizei jetzt zwei Verdächtige geschnappt.
  • In deren Hotelzimmer wurde nach der Verhaftung Bargeld gefunden.

München/Nymphenburg - Am Donnerstag wurden zwei Männer in der Münchner Innenstadt wegen des Verdachts auf Callcenter-Betrugs festgenommen. Die beiden sollen sich Mitte Juni als „ Falsche Polizeibeamte“ ausgegeben und eine über 70-Jährige ausgeraubt haben.

München: Rentnerin von „Falschen Polizeibeamten“ ausgeraubt

Der Betrug per Telefon ereignete sich bereits Mitte Juni. Ein Anrufer gab sich gegenüber der Rentnerin als Polizeibeamter aus und gab an, dass ein Überfall stattgefunden habe und bei den Tätern ein Zettel mit den Informationen über die Frau aufgefunden worden sei. Da die zwei Täter immer noch auf der Flucht seien und sogar bewaffnet wären, sei die über 70-Jährige in Gefahr. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde die Rentnerin davon überzeugt, dass ein betrügerischer Bankmitarbeiter in diesen Überfall involviert wäre. In den folgenden Gesprächen konnte sie davon überzeugt werden, all ihre Wertsachen aus dem Schließfach ihrer Bank abzuholen und an einen vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben.

Diebesgut von mehreren zehntausend Euro ergaunert - Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

Die Rentnerin fuhr daraufhin zu ihrer Bank, holte mehrere Wertgegenstände in einen im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro ab und übergab diese später wie im Telefonat vereinbart an einen Abholer. An Nachmittag wurde sie misstrauisch und alarmierte den Polizeinotruf 110. Im Zuge der Ermittlungen richtete sich ein Tatverdacht gegen einen 39-Jährigen und einen 35-Jährigen, beide ohne festen Wohnsitz in Deutschland, die sich zum Tatzeitpunkt in der Nähe des Tatortes aufgehalten hatten.

Nach der Festnahme der beiden kam es zur Durchsuchung ihres Hotelzimmers. Dort wurden mehrere tausend Euro in Bargeld aufgefunden. Die Ermittlungen bezüglich des aufgefundenen Bargeldes und dem Verbleib der Wertgegenstände aus dem Fall der Münchner Rentnerin bedürfen noch der weiteren Abklärung. Die beiden Tatverdächtigen wurden der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt und werden im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter zum Zwecke der Haftprüfung vorgeführt.

Quelle: Polizei München/kf

Auch interessant

Kommentare