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Am 11.11. beginnt die Faschingszeit. Wie die Planungen der Münchner Vereine aktuell aussehen

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Von: Romy Ebert-Adeikis, Ursula Löschau, Benedikt Strobach, Katrin Hildebrand, Marco Litzlbauer, Daniela Borsutzky

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Die „Damischen Ritter“ dürfen wieder umziehen.
Die „Damischen Ritter“ dürfen wieder umziehen. © Volker Lannert

München wird wieder närrisch: Nach der Zwangspause im letzten Jahr, dürfen wieder Faschingsumzüge durchgeführt werden. Eigentlich eine tolle Nachricht, dennoch halten sich einige Vereine zurück.

MÜNCHEN München feiert. Das ist zumindest aktuell der Plan für den Fasching 2022. Man habe vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) „hellgrünes Licht bekommen“, den für Sonntag, 22. Februar 2022, geplanten Umzug zu veranstalten, sagt Simon Egger vom Faschings­club „Die Damischen Ritter“, der den Umzug organisiert.

Simon Egger von den „Damischen Rittern“.
Simon Egger von den „Damischen Rittern“. © Volker Lannert

Nach der Corona-bedingten Zwangspause 2021 eine gute Nachricht für die Narren. Einschränkungen gibt es aber natürlich. Teilnehmen können nur Gruppen, die durch ihre Unterschrift bestätigen, dass sie die dann gültigen Regeln zur Kenntnis genommen haben und sie auch 100-prozentig einhalten werden.

Ob 2G oder 3G-Plus angewendet wird, ob diese Regelung nur für die Zuggruppen oder auch für die Zuschauer gelten sollen, all das werde man erst in den kommenden Wochen in Abstimmung mit den Behörden entscheiden.

Faschingsvereine in München: Zurückhaltung bei den Anmeldungen - Umzug nicht durch Fußgängerzone geplant

Bei den Anmeldungen der aktiven Teilnehmer ist aktuell eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Erst sechs bis sieben Gruppen haben fix zugesagt, weitere zehn starkes Interesse bekundet. Auch wenn man an die 50 Teilnehmergruppen aus 2020 wohl nicht hinkommt, bleibt Egger entspannt: „Viele Vereine und Burschenschaften fangen jetzt erst an, sich mit dem Thema Fasching zu beschäftigen.“

Auch wenn die Abstimmungen mit dem KVR aktuell noch nicht beendet sind, steht wohl schon fest, dass der Zug heuer nicht durch die Fußgängerzone verlaufen wird. „Die Baustelle an der Alten Akademie ist der Grund“, zitiert Egger das KVR. Stattdessen sei unter anderem die Ludwigstraße im Gespräch. Der Marienplatz solle aber dennoch als Wegpunkt erhalten bleiben. Er sei für Zuschauer und Beteiligte der Höhepunkt 2020 gewesen.

Eine Absage erteilen die „Damischen Ritter“ allerdings schon jetzt ihrem traditionellen Kinderball, da dieser ja nicht unter freiem Himmel stattfindet. „Wir wollen auf keinen Fall Superspreader sein“, so Egger.

So ist die Situation in verschiedenen Faschingsvereinen:

Promi-Preisträger

Für den Faschingsumzug der „Damischen Ritter“ bereits angemeldet ist die Narrhalla. Für Sprecherin Beatrice Nawrath und Co. geht es aber schon am Donnerstag, 11. November, los: Dann werden das Narrhalla-Prinzenpaar und -Kinderprinzenpaar auf dem Viktualienmarkt vorgestellt.

Weitere Highlights: die Verleihung des Sigi Sommer Taler Kunst- und Kabarettpreises (Sonntag, 21. November) an Schauspielerin Marianne Sägebrecht und Kabarettist Martin Frank sowie des Karl-Valentin-Ordens an Schauspieler Dieter Hallervorden im Rahmen des am Samstag, 22. Januar 2022, nachgeholten Narrhalla-Balls „Münchner Leben“ im Bayerischen Hof.

Nawrath betont aber: „Natürlich finden alle Veranstaltungen unter den gültigen Hygienerichtlinien statt.“ Zumal etwa 80 Prozent der Auftritte in Einrichtungen wie Altenheimen geplant sind. Alle Termine: www.narrhalla.de.

Faschingsclub Neuhausen mit reaktiviertem Prinzenpaar

„Änderungen vorbehalten“ steht auf der Vorschau des Faschingsclubs Neuhausen (FCN) für Veranstaltungen von Donnerstag, 11. November, bis Dienstag, 1. März. Doch Präsident Josef Kreithmeier strahlt Optimismus aus: „Alle freuen sich schon wie wahnsinnig auf eine halbwegs normale Saison mit hoffentlich vielen Auftritten.“

Mit dabei sind die aktiven Tänzer von der Jugendshow (13 Kinder), die Garde (15), das Männerballett (sieben) und natürlich das Prinzenpaar. Bevor dessen Geheimnis am 11. November gelüftet wird, verrät der FCN-Vorsitzende nur: „Es wird wegen der noch nicht einschätzbaren Corona-Situation im Fasching kein neues Prinzenpaar sein. Wir reaktivieren eins von vor ein paar Jahren.“ Die Auswahl ist groß, wie der Club 2020 zum 40-jährigen Bestehen zeigte.

Dieses Jahr wird im FCN ein altes Prinzenpaar reaktiviert. Die Auswahl ist groß.
Dieses Jahr wird im FCN ein altes Prinzenpaar reaktiviert. Die Auswahl ist groß. © Ursula Löschau

Große Vorfreude und ein Jubiläum

Garde, Männerballett und das Prinzenpaar – sie stehen beim Faschingsclub Laim in den Startlöchern. „Weil Prinz und Prinzessin vergangenes Jahr leider nur den Online-Fasching feiern konnten, dürfen sie heuer nochmal ran“, sagt Präsidentin Christine Rygol. Infos: www.faschingsclublaim.de.

Die Oberföhringer Faschingsgesellschaft „Feringa“ hat schon alle Termine auf ihrer Internetseite (www.faschingsgesellschaft-feringa.de) hochgeladen. „Nur unser Faschingsumzug ,Gaudiwurm‘ ist noch nicht genehmigt“, sagt Pressewart Markus Schweikl. Das Prinzenpaar kommt heuer aus Unterföhring und steigt am Samstag, 13. November, auf den Thron.

Beim Moosacher Faschings­club (www.mfc-moosach.de) sei die Vorfreude nach der langen Wartezeit riesig, verrät Präsidentin Manuela Beigelbeck-Rosebrock. Das neue Prinzenpaar werde am Freitag, 12. November, vorgestellt. Besonders: „Wir feiern in dieser Saison unser 60-jähriges Bestehen.“

Ab nach draußen

Virtuell war die Faschingsgesellschaft „Würmesia“ vergangene Saison unterwegs, jetzt geht’s raus – zumindest für Narrheiten bei Altenheimen. „Das ist durch Auftritte auf Parkplätzen vor den Einrichtungen möglich, sodass die Bewohner vom Balkon oder aus den Fenstern zusehen können“, verrät Präsidentin Pia Krock. Für Bälle gelten hingegen die 3G-Plus-Regeln. Noch nicht klar ist, ob und wie Kinderbälle stattfinden können. Alle Infos unter: www.wuermesia.de.

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