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Fastfood Theater in München feiert Geburtstag – Gründer Andreas Wolf über die Anfänge und neue Ziele

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Von: Theresa Reich

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Karin Krug und Andreas Wolf gründeten 1992 das Fastfood Theater. Es gehört zu den ersten Improtheatern Deutschlands.
Karin Krug und Andreas Wolf gründeten 1992 das Fastfood Theater. Es gehört zu den ersten Improtheatern Deutschlands. © Jan Frommel

Was als Forschungsseminar bei Professor Christoph Balme am Institut für Theaterwissenschaften an der LMU begann, entwickelte sich zu einer festen Instanz in München.

Improvisieren und Spontanität ist das Erfolgsrezept des Fastfood Theaters an der Tumblingerstraße, das heuer 30. Geburtstag feiert.

Andreas Wolf, der damals als Student mit Karin Krug am Kolloquium teilnahm, erinnert sich: „Zunächst war da dieses Gefühl, als ob einmal in der Woche ein Fenster in meinem Gehirn geöffnet worden wäre und eine mentale Frische mich für mehrere Tage begleitete.“

Krug und Wolf gründeten mit acht weiteren Künstlern daraufhin das Fastfood Theater. Der erste Auftritt der Gruppe fand am 15. Februar 1992 auf der Uni-Bühne der LMU statt. Danach kamen Aufführungen im „Theater Heppel & Ettlich“ in Schwabing dazu. Schnell war das Konzept erfolgreich.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

 Fastfood Theater in München feiert Geburtstag

Heute, 30 Jahre später, stehen sie vor einem finanziellen Problem. Die Pandemie trifft besonders die Kultur. Die Zeit des Lockdowns konnte das Theater zwar überbrücken, indem es auf Onlinetheater umgestiegen ist. Aber jetzt warnt Wolf: „Wenn wir zu lange brauchen, bis der Betrieb wieder anläuft, wird es nochmal für viele von uns bitter.“ Sein Apell: „Geht in die Theater zu den Kulturveranstaltungen.“

Trotz der Lage will Wolf den Geburtstag feiern. Dieses Jahr finden besondere Auftritte im Wirtshaus am Schlachthof an der Zenettistraße statt. „Die erste Jahreshälfte steht unter dem Motto ‚Rendezvous‘. Bei diesen Shows treffen wir auf Menschen, die uns in unserer 30-jährigen Geschichte begleitet haben“, erklärt Wolf.

Im zweiten Halbjahr geht das Theater der Frage nach, „was Improvisation zu gesellschaftlich relevanten Feldern wie der Wissenschaft oder der Wirtschaft beitragen kann“. In einem interdisziplinären Bühnenstück stellen sich unter anderem ein Traumtherapeut und ein Paralympic-Sieger der Spontanität. Forschen und Weiterentwickeln ist das Ziel des Theaters. Dieses wollen die Gründer auch in den nächsten Jahren verfolgen.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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