Auslastung bei knapp 98 Prozent

Zu wenig Platz am Friedhof? BA Feldmoching-Hasenbergl will Ruhestätte erweitern

Der Friedhof in Feldmoching ist bereits zu knapp 98 Prozent ausgelastet. Der BA würde ihn daher gerne nach Süden erweitern.
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Der Friedhof in Feldmoching ist bereits zu knapp 98 Prozent ausgelastet. Der BA würde ihn daher gerne nach Süden erweitern.

Die Stadt München möchte den Friedhof in Feldmoching aus Kostengründen nicht ausbauen. Der BA kritisiert das wegen Platzmangels und fordert eine Erweiterung.

Feldmoching - Veraltete Regeln, hohe Auslastung und ein nicht akzeptables Kostenargument: Geht es nach dem BA Feldmoching-Hasenbergl, muss sich am städtischen Friedhof im Bezirk einiges ändern.

Zu wenig Platz am Friedhof in Feldmoching? BA fordert Erweiterung, Stadt München äußert Bedenken

Auslöser war ein Entwurf zur „Gräberbedarfsprognose“ bis 2035, der dem Gremium in seiner jüngster Sitzung vorlag. Darin sei nicht vorgesehen, dass der Friedhof erweitert werde. Mitunter wegen der hohen Kosten, die dafür anfallen würden.

Das kritisiert der BA. „Unser Friedhof ist bereits zu 98 Prozent ausgelastet. Unser Stadtbezirk befindet sich im Wandel, wird stark wachsen“, bemängelte Maximilian Bauer (München-Liste). Es sei nicht mehr zeitgemäß, dass man 20 Jahre im Bezirk wohnen müsse, um am Friedhof beerdigt zu werden. „Das Kostenargument darf hier keine Rolle spielen“, sagte er. Martin Obersojer (CSU) stimmte zu: „Ältere Menschen besuchen den Friedhof gerne. Ihnen aus Kostengründen zuzumuten, zum West- oder Nordfriedhof zu fahren, geht nicht.“ Das Gremium forderte einstimmig, den Friedhof nach Süden zu erweitern.

Maximilian Bauer (München-Liste) ist Vorsitzender des Unterausschusses Bau-, Klima-, Umwelt-, Baum- und Denkmalschutz im BA Feldmoching-Hasenbergl.

Das Gesundheitsreferat bestätigt die Friedhofsauslastung auf Hallo-Anfrage. Eine Erweiterung sieht es wegen des hohen Grundwasserspiegels im Süden aber kritisch: „Zum einen wären in dem angesprochenen Bereich in erheblichem Umfang Aufschüttungen erforderlich“, sagt ein Sprecher. Dies bedeute hohe Kosten für Münchner Gebührenzahler. Auch würden die Ruhefrist und die damit verbundenen Kosten für Grab­-Eigentümer aufgrund der Bodenbeschaffenheit erhöht. Zudem seien stadtweit noch 60.000 Gräber frei.

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