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Jahresvorschau 2023 München-Nord (Teil 5): Was Feldmoching-Hasenbergl beschäftigen wird

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Von: Benedikt Strobach

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Die Erweiterung des GWG-Quartiers an der Ittlingerstraße soll 2023 abgeschlossen werden. Für das bereits sehr bevölkerte Hasenbergl bedeutet das weiteren Zuwachs, den BA-Chef Rainer Großmann mit gewisser Skepsis betrachtet.
Die Erweiterung des GWG-Quartiers an der Ittlingerstraße soll 2023 abgeschlossen werden. Für das bereits sehr bevölkerte Hasenbergl bedeutet das weiteren Zuwachs, den BA-Chef Rainer Großmann mit gewisser Skepsis betrachtet. © Benedikt Strobach

Der Fokus in 2023 in Feldmoching-Hasenbergl liegt auf den Großprojekten wie dem Eggarten. Doch auch Verkehrsprojekte und Sportanlagen kommen nicht zu kurz.

Feldmoching-Hasenbergl - Es dürfte kaum verwundern, dass im 24. Stadtbezirk, der in den kommenden Jahren mit das stärkste Bevölkerungswachstum in ganz München erfährt, auch 2023 der Fokus auf den großen Bauprojekten liegt. Doch auch sportlich geht es in Feldmoching-Hasenbergl voran. Und die Verkehrs- und die Schulsituation werden dieses Jahr wichtig, sagt der Vorsitzende des BA, Rainer Großmann (CSU). Er gibt einen Überblick, wie es im nördlichsten Teil Münchens weitergeht.

Feldmoching-Hasenbergl wächst: Die großen Bauprojekte 2023

Die 610 Wohnungen an der Hochmuttinger Straße werden bereits gebaut, für die 900 an Rahein- und Ratoldtraße schuf der Stadtrat noch Ende 2022 Baurecht. Bei der Erweiterung der Siedlung Ludwigsfeld um bis zu 2000 neue Wohnungen fällt eine wichtige Entscheidung. „Der städtebauliche Wettbewerb wird wohl im März entschieden“, sagt der BA-­Vorsitzende Rainer Großmann. Er sieht diesen kritisch. „Egal welcher Entwurf gewinnt, Ludwigsfeld wird sich sicher verändern. Wir können nur versuchen, so viel Lebensqualität wie möglich zu erhalten.“ Dass die Planung nur einen Trambahn-Anschluss vorsieht, reiche nicht. „Wir fordern, die U-Bahn-Linie U1 zu verlängern“, sagt der BA-Chef.

Auch am Lerchenauer Feld geht es weiter. „Hier wird Baurecht geschaffen“, erklärt Großmann. Geht es nach dem BA, soll das sechszügige Gymnasium zuerst realisiert werden. Laut dem Referat für Bildung und Sport wird dieses 2027 fertig. Das Planungsreferat erklärt, dass die ersten der 1650 Wohnungen ab dem ersten Halbjahr 2024 gebaut werden. Beim rund 1800 Wohnungen großen geplanten Quartier im Eggarten werden laut Planungsreferat „wichtige Schritte im Bebauungsplanverfahren für 2024 vorbereitet.“

2025 soll am Eggarten Baurecht entstehen.
2025 soll am Eggarten Baurecht entstehen. © CA Immo/Hajo Dietz

2025 soll dann der Billigungsbeschluss folgen – und im selben Jahr noch Baurecht entstehen. Großmann begrüßt die Verzögerung: „So bleibt das Gebiet länger erhalten.“ Und immer noch beschäftigt Feldmoching die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM). Hier ist der BA stark gegen die geplante Ideenwerkstatt, die laut Planungsreferat heuer vorbereitet wird. „Wir wollen nicht, dass die ganze Stadt entscheidet, wie unser Bezirk einmal aussehen soll“, sagt Großmann. Das Gremium möchte die Feldmochinger 2023 verstärkt über die Folgen der SEM informieren.

Auch das Hasenbergl wächst. „Die GWG wird die Erweiterung der Anlage an der Ittlingerstraße abschließen“, sagt der BA-Chef. Die 80 Wohnungen sollen laut GWG-­Sprecher Michael Schmitt Mitte des Jahres, Kita und Bildungslokal im Herbst fertig werden. Auch die Erweiterung und Sanierung des Dawonia-Quartiers „Am Dülferanger“ an Link- und Happrechtstraße geht laut Großmann weiter. Eine Sprecherin des Unternehmens betont auf Hallo-Anfrage, dass die Neubauten bis Ende 2024 fertiggestellt werden. Bis dahin werden auch die Bestandsgebäude modernisiert. Erste der 250 neugebauten Wohnungen werden Mitte 2023 bezugsfertig.

2023 in Feldmoching-Hasenbergl: (Bildungs-)Stau?

Skepsis hat BA-Chef Großmann bezüglich des Verkehrs im Stadtbezirk. „Die Pläne zur Tram Y, die das Lerchenauer Feld und eventuell das SEM-Gebiet anschließen soll, sehen wir kritisch. Wir wissen auch nicht wie der BA eingebunden wird.“ Laut MVG-­Sprecher Matthias Kaltner beginnt 2023 „die konkrete Planung für den Lückenschluss zwischen Lothstraße und Nordbad sowie für den Abschnitt zwischen Petuelring und Am Hart“.

Für den Abschnitt zum Lerchenauer Feld werde Mitte des Jahrzehnts eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Auch das Verkehrskonzept München-Nord wird für den BA spannend. „Gerade die Untersuchung bezüglich des Tunnels zur A99 wird interessant“, sagt Großmann. Wie das Mobilitätsreferat bei der Präsentation des Konzepts im BA bereits betonte, werden erste konkrete Maßnahmen des Konzepts erst 2024 im Stadtrat vorgestellt.

Ein weiteres Problem sieht Großmann bei der Schul-Versorgung im Bezirk. Neben dem als zu klein kritisierten Gymnasium Feldmoching drohe nun auch ein Problem an der Grundschule an der Waldmeisterstraße. „Sie platzt aus allen Nähten. Wir müssen hoffen, dass die Grundschule im Eggarten zeitnah kommt.“ Das RBS nennt dazu auf Anfrage keinen Zeitplan. 2023 sollen aber die Planungsleistungen vergeben werden.

2023 in Feldmoching-Hasenbergl: Drei Bezirkssportanlagen werden modernisiert

Auch der Sport spielt im 24. Stadtbezirk eine wichtige Rolle im neuen Jahr. „Die Bezirkssportanlage an der Ebereschenstraße ist fertig geworden und sieht sehr gut aus“, sagt BA-Chef Großmann. Nach Angaben von Andreas Haas, Sprecher des Referats für Bildung und Sport (RBS), müssen noch wenige Restarbeiten abgeschlossen werden. Dies soll bis Frühjahr erledigt sein. Die Anlage ist aber bereits in Betrieb genommen worden.

An der Anlage an der Grohmannstraße wird fleißig gearbeitet. Haas: „Die Inbetriebnahme ist für das 4. Quartal 2023 geplant.“ BA-Chef Großmann ist hier mit dem Fortschritt zufrieden. Und auch in Ludwigsfeld soll die Bezirkssportanlage heuer modernisiert werden. „Der Baubeginn erfolgt im Frühjahr 2023“, sagt RBS-Sprecher Haas. Fertig werden soll die Anlage 2024. Großmann ärgert jedoch, dass die Anlage nur modernisiert und nicht erweitert werde. „Es gibt hier für das anstehende Wachstum nicht genug Platz“, kritisiert er.

Auch an der Bezirkssportanlage (BSA) in der Grohmannstraße wird fleißig gearbeitet.
Auch an der Bezirkssportanlage (BSA) in der Grohmannstraße wird fleißig gearbeitet. © Benedikt Strobach

Worauf der BA-Chef gespannt wartet, ist das Sportkonzept für den Münchner Norden. Dieses soll Anfang des Jahres vorgestellt werden. „Wir müssen abwarten, was dabei herauskommt“, sagt Großmann.

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