1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Auch im BA Feldmoching-Hasenbergl: Kampagne „Keine BMW-Autobahn“ kritisiert Tunnelanschluss an A99

Erstellt:

Von: Benedikt Strobach

Kommentare

Auch im BA 24 waren Mitglieder der Kampagne „Keine BMW-Autobahn“ um Michael Jäger (li.) und Philipp Duschinger (re.) anwesend. Zuspruch erhielten sie von den Grünen um Delija Balidemaj (Mitte).
Auch im BA 24 waren Mitglieder der Kampagne „Keine BMW-Autobahn“ um Michael Jäger (li.) und Philipp Duschinger (re.) anwesend. Zuspruch erhielten sie von den Grünen um Delija Balidemaj (Mitte). © Benedikt Strobach

Mitglieder der Kampagne „Keine BMW-Autobahn“ gegen den Hasenbergl-Tunnel diskutierten auch in der Sitzung des BA Feldmoching-Hasenbergl – ein Erfolg blieb aus.

Hasenbergl - Die Entscheidung rückt näher: Am Mittwoch, 29. Juni, wird im Stadtrat über das „Verkehrskonzept Münchner Norden“ und den umstrittenen Tunnel durch das Hasenbergl an die A99 entschieden. Nun wurde das Thema im BA Feldmoching-Hasenbergl diskutiert. Zur jüngsten Sitzung waren Mitglieder der Kampagne „Keine BMW-Autobahn“ erschienen. Michael Jäger kritisierte, dass die Stadt „bereit ist, die Kosten für ein Planfeststellungsverfahren zu zahlen, von dem sie sich erhofft, es vielleicht nie weiterführen zu müssen“.

Hallo München
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Uneinigkeit bei Diskussion in BA: Hasenbergl-Tunnel bleibt weiterhin Streitthema in München

BA-Chef Rainer Großmann (CSU) entgegnete, dass durch den Beschluss zunächst Untersuchungen durchgeführt werden sollen. „Das ist kein Planfeststellungsverfahren.“ Auch Klaus Mai (SPD) argumentierte pro Tunnel: „Wir wollen den Verkehr aus unserem Bezirk schaffen.“ Für den geplanten Zuwachs im Stadtteil sei dies wichtig. Außerdem sei BMW einer der größten Arbeitgeber in München, den man in der Stadt halten möchte.

Eine Anwohnerin kritisierte, dass der Tunnel über die Köpfe der Hasenbergler hinweg entschieden wurde. „Wir wollen das nicht.“ Zudem würden an den Eingängen erhebliche Eingriffe in Grünflächen erfolgen. Großmann und Mai erklärten darauf: „Man weiß noch nicht, wie der Tunnel verlaufen wird.“

Robert Fellner (CSU) argumentierte pro Tunnel mit der ausbleibenden Verkehrswende. „Trotz Maßnahmen wie dem 9-Euro-Ticket fahren noch zu viele Autos“. Dem entgegnete Jäger: „Wie soll denn die BMW-Autobahn bei der Wende helfen?“ Außerdem wünsche er sich, dass die Politik sie gestalte und sich nicht ärgere, dass nichts passiert. Unterstützt wurde die Kampagne von den Grünen. Christine Lissner sagte, dass ein Tunnel den Autoverkehr nur verstärke. Dadurch würden Menschen und Tiere erheblich durch Lärm belastet.

Am Ende herrschte Unzufriedenheit. „Wir beißen hier auf Granit“, fand Philipp Duschinger von der Kampagne. „Es ist komisch, dass im Konzept viele Ideen für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs stecken, aber man lieber in einen Tunnel investieren will.“ Am 29. Juni plane man nun, als BMW-Eigentümer verkleidet, der Stadtrats-SPD als Dank für den Tunnel Geldscheine zu überreichen, sagt Duschinger.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare