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Festwirte fordern grünes Licht für die Wiesn

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Ob die Wiesn heuer stattfindet, will die Stadt München kommende Woche entscheiden.
Ob die Wiesn heuer stattfindet, will die Stadt München kommende Woche entscheiden. © Andreas Gebert/dpa

Wiesnwirte fordern, dass das Oktoberfest nach zweijähriger Corona-Pause wieder stattfinden muss. Sie verweisen auf andere Volksfeste

München - Die Festwirte in München fordern ein klare „Ja“ zur Wiesn. Wenige Tage vor einer Entscheidung der Stadt München über das Oktoberfest 2022 erhöhen sie damit nochmal den Druck. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat nun die Entscheidung für ein Oktoberfest 2022 in München getroffen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Wirte-Sprecher: Sehnsucht der Münchner nach der Wiesn

„Die Münchner haben eine tiefe Sehnsucht nach der Wiesn“, sagte am Sonntag Peter Inselkammer, einer der beiden Sprecher der Vereinigung der Münchner Wiesnwirte. Wegen der Corona-Pandemie war das größte Volksfest der Welt 2020 und 2021 abgesagt worden. Im Laufe der Woche will die Stadt München bekanntgeben, ob es nach zweijähriger Pause 2022 wieder ein Oktoberfest geben wird.

Gleich zwei Brände hielten die Feuerwehr am Samstag in Atem.

Dass Volksfeste wieder möglich seien, habe sich in anderen Städten Bayerns gezeigt, etwa beim Würzburger Frühlingsfest oder beim Augsburger Plärrer. Ob beim Gäubodenvolksfest in Straubing oder bei der Regensburger Dult - überall in Bayern liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren, sagte Inselkammer.

Verweis auf die Wiesn als Wirtschaftsfaktor für München

Sein Kollege Christian Schottenhamel fügte an: „Wir wollen ein Oktoberfest, so wie es früher mal war. Ein friedlicher Ort für München und die Welt, um zu feiern und fröhlich zu sein.“ Die Wiesn sei ein großer Wirtschaftsfaktor für München und das Umland. Die Mitarbeiter bräuchten endlich eine Perspektive. „Es geht um die Existenzen der Fieranten und Schausteller, aber auch um viele kleine Lieferanten und Produzenten in der Region.“

Inselkammer zufolge hat das „Kulturgut Wiesn“ gelitten. Auf dem Oktoberfest gebe es Traditionen und Bräuche wie den Trachtenumzug und das Standkonzert, die es zu bewahren und zu erhalten gelte. „Man muss sie leben, damit sie leben und nicht in Vergessenheit geraten.“ Die Wiesn sei mehr als ein Volksfest, sagte Inselkammer. „Sie ist ein Stück Münchner Lebensgefühl. Und das wollen wir wiederhaben.“

Zuversicht beim Wirtschaftsreferenten Münchens

Sollte die Stadt München nach dem kürzlich erfolgten Wegfall der Corona-Regeln grünes Licht für das Oktoberfest geben, könnte vom 17. September bis zum 3. Oktober auf der Theresienwiese wieder gefeiert werden. Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert. Auch Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für das Oktoberfest aus.

Vor der Pandemie hatte das Oktoberfest jährlich rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt angelockt. Längere Pausen gab es in der mehr als 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten. dpa

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