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Neue Flamingo-Anlage im Tierpark Hellabrunn in München bietet bessere Haltungsbedingungen für die Vögel

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Flamingos im Zoo
Die Flamingos im Tierpark Hellabrunn sind wieder in ihrer Anlage - mit besseren Haltungsbedingungen. (Symbolbild) © Christian Charisius/dpa

Nach den Arbeiten an der Flamingo-Anlage im Tierpark Hellabrunn sind die Tiere wieder zu sehen. Auch die Haltungsbedingungen der Vögel in München wurde verbessert.

Update: 26. April 2022

Nach sieben Monaten Bauphase und zum „International Flamingo Day 2022“ wurde heute in München das neue Außengehege der Flamingos im Tierpark Hellabrunn eröffnet. Die Anlage wurde komplett überarbeitet und mit einer Netzkonstruktion versehen.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

„Mit der neuen Voliere gewinnt Hellabrunn ein weiteres architektonisches Highlight,“ sagte Verena Dietl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks. Es sei schön, dass der Flamingo-Eingang wieder geöffnet ist und man dort beim Eintritt gleich die grazilen Tiere sieht. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 700.000 Euro und wurden mit Geldern des Tierparks bezahlt.

Während der Bau- und Gärtnerarbeiten, die im September 2021 begannen, waren die Hellabrunner Flamingos in einer Interimsunterkunft hinter den Kulissen untergebracht. Nun sind sie wieder in ihrer Anlage am alten Standort in unmittelbarer Nähe des nach ihnen benannten Flamingo-Eingangs zu sehen. 

Flamingos im Tierpark Hellabrunn München sind nach Arbeiten wieder in ihrer Anlage - mit besseren Haltungsbedingungen

Die neue Anlage ist aber nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Vögel ein Pluspunkt. Auf bis zu neun Metern Höhe und eine Länge von 50 Metern überspannt das Netz eine Gesamtfläche von insgesamt 552 Quadratmetern und bietet den Tieren Schutz vor äußeren Einflüssen. Vorher mussten die Tiere bei starken Wetterverhältnissen ins Haus gebracht werden.

Nun sind die Flamingos durch die Voliere zudem vor abstürzenden Ästen und auch vor Füchsen geschützt.

Die Flamingos in ihrer neuen Anlage im Tierpark Hellabrunn.
Die Flamingos in ihrer neuen Anlage im Tierpark Hellabrunn. © Patricia Stücher

Ein weiterer wichtiger Punkt des neuen Außengeheges: Die Tiere müssen jetzt nicht mehr gestutzt werden. Stutzen bedeutet, dass die Schwungfedern der Vögel gekürzt werden, um die Flugfähigkeit einzuschränken.

„Momentan sieht die Anlage noch bisschen trostlos aus, aber schon bald soll die Sumpfbepflanzung das Blühen anfangen,“ sagt Christine Gerner von der internen Bauleitung. Auch die Plattform für die Besucher soll noch schöner gestaltet und mit einer Beschilderung ausgestattet werden.

Patricia Stücher

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Bye, Bye Flamingos ‒ Warum Münchner die Vögel im Tierpark Hellabrunn für längere Zeit nicht mehr sehen werden

Erstmeldung: 14. September 2021

Die Flamingo-Anlage im Tierpark Hellabrunn bekommt eine neue Übernetzung. Die Arbeiten beginnen Ende dieser Woche, daher werden die Vögel bis zum Frühjahr 2022 nicht mehr für die Münchner zu sehen sein. Durch die Übernetzung soll das Tiermanagement vereinfacht und die Haltungsbedingungen zeitgemäß angepasst werden.

Am kommenden Donnerstag (16. September) werden die Hellabrunner Flamingos in eine Interimsunterbringung hinter den Kulissen umziehen. Künftig wird die Anlage der 100 Flamingos am Auer Mühlbach komplett übernetzt sein.

Bessere Haltungsbedingungen für Flamingos im Tierpark Hellabrunn - Vögel bis Frühjahr 2022 nicht zu sehen

Laut Tierpark Hellabrunn bringt die Übernetzung Vorteile für die Tiere:

Vögel in menschlicher Obhut dürfen seit einigen Jahren nur noch in Ausnahmefällen die Schwungfedern gestutzt werden, um die Flugfähigkeit einzuschränken. Rein theoretisch ist das Stutzen ähnlich zum Haare- oder Nagelschneiden beim Menschen, da dort keine Nerven verlaufen. In Hellabrunn habe man dennoch nach Alternativen gesucht.

Der Versuch, die Flamingo-Anlage – ähnlich wie die Anlage der Pelikane – mit einer Seilkonstruktion zu überspannen, habe nicht funktioniert. Grund dafür war, dass die Flamingos zum einen wesentlich weniger Gewicht und einen filigraneren Körperbau als Pelikane haben und zum anderen steiler anfliegen – sodass sie zwischen den Seilen durchfliegen konnten.

Schlussendlich habe sich der Tierpark für eine komplette Übernetzung entschieden, erklärt Lena Bockreiß, als Kuratorin in Hellabrunn unter anderem zuständig für die Flamingos.

Dies bringt auch den Vorteil, dass die Vögel geschützter vor Eindringlingen von außen, wie beispielsweise Füchsen, sind. Auch bei einem drohenden Unwetter – was für Flamingos aufgrund ihrer zierlichen Statur bereits durch herumfliegende oder herabfällende Äste gefährlich werden kann – sind die Vögel auf ihrer Anlage geschützt und müssen nicht mehr ins Haus gebracht werden.

Lena Bockreiß

Bedingt durch die Arbeiten muss der Flamingo-Eingang an manchen Tagen im Herbst und Winter geschlossen bleiben. Der Zugang zum Tierpark wird jedoch wie gehabt über den Isar-Eingang möglich sein.

Tierpark Hellabrunn/jh

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