Schnell und unbürokratisch

Bürgermeisterin Dietl fordert Hilfe für Afghanistan ‒ München könne „jederzeit 260 Menschen sofort aufnehmen“

"Afghanistan ist nicht sicher" steht in München (Bayern) während einer Demonstration auf einem Schild
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Bürgermeisterin Verena Dietl erklärt Münchens Bereitschaft 260 Flüchtige aus Afghanistan aufzunehmen. (Symbolbild)

Bürgermeisterin Dietl erklärt Münchens Bereitschaft Flüchtige aus Afghanistan aufzunehmen. Außerdem fordert sie schnelle und unbürokratische Hilfe von der Bundesregierung.

  • Verena Dietl fordert Hilfe für Afghanistan von der deutschen Bundesregierung.
  • Die Bürgermeisterin will mit Angela Merkel sprechen - An Heiko Maas hat sie sich schon gewandt.
  • München könne jederzeit 260 Flüchtige aufnehmen - bei Bedarf sogar mehr.

Anlässlich der aktuellen Lage in Afghanistan appelliert Münchens Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) an die deutsche Bundesregierung schnell und unbürokratisch zu helfen. Sie werde sich heute noch dementsprechend an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wenden. Es gehe jetzt nicht um Schuldzuweisungen oder Versäumnisse, sondern schnelle und humanitäre Hilfe sei gefordert.

Zudem erklärt Dietl Münchens Bereitschaft jederzeit 260 Flüchtige sofort aufnehmen zu können. Auch bei Bedarf darüber hinaus sei man gesprächsbereit.

München ist als Mitglied ‚Sicherer Hafen‘ bereit, Flüchtlinge aus Afghanistan schnell und unkompliziert aufzunehmen und ein weiteres Mal ein deutliches humanitäres Zeichen zu setzen. Wir wollen es aber nicht bei Solidarität und Appellen belassen, sondern wollen und können tatsächlich und konkret helfen.  Wir haben bereits signalisiert, jederzeit 260 Menschen sofort aufnehmen zu können.

Verena Dietl

München will Flüchtige aus Afghanistan aufnehmen - Bürgermeisterin Dietl fordert Hilfe von Bundesregierung

Die Lage in Afghanistan sei laut Dietl dramatisch. Vor allem die ehemaligen Ortskräfte der Bundeswehr mit ihren Familien, Frauenrechtler*innen, Mitglieder der LGBTQI-A+-Community, Demokrat*innen und Künstler*innen würden in akuter Lebensgefahr schweben.

Ich appelliere an die Bundesregierung, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, diese Menschen nicht im Stich zu lassen. Dabei müssen Menschlichkeit und unbürokratisches Handeln absolut im Vordergrund stehen. 

Verena Dietl
Bürgermeisterin Verena Dietl fordert Hilfe der Bundesregierung für Afghanistan.

In einem konkreten Fall einer verweigerten Evakuierung einer Münchner Mutter von drei Kindern aus Afghanistan, die im Gegensatz zu ihren Kindern und ihrem Ehemann keinen deutschen Pass habe, fehle Dietl jedes Verständnis.

Sie habe sich bereits gestern an Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) gewandt und dringend gebeten, Mutter und Kindern zu ermöglichen, Kabul schnell und sicher zu verlassen.

LHM/jh

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