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Flughafen München erwartet Aushilfen aus der Türkei ‒ Frankfurt verzichtet wegen mangelnden Qualifikationen

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Von: Jonas Hönle

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Am Flughafen München wird Gepäck verladen.
Am Flughafen München werden Aushilfen aus der Türkei erwartet. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Wegen Personalmangel erwartet der Flughafen München mehrere Aushilfen aus der Türkei. Die Kräfte sollen sich um das Gepäck kümmern, aber nicht an den Flugzeugen arbeiten.

Der Flughafen München hat wegen Personalmangel derzeit Probleme bei der Flugzeug-Abfertigung. Insgesamt 45 Aushilfen aus der Türkei sollen nun helfen.

Die ersten Kräfte werden bereits am kommenden Wochenende erwartet. Jede helfende Hand werde gebraucht, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Wegen Personalmangel - Flughafen München erwartet Aushilfen aus der Türkei

Die Aushilfen sollen Koffer auf die Gepäckbänder legen und andere Aufgaben im Innendienst des Bodenverkehrsdienstes übernehmen, aber nicht direkt an den Flugzeugen arbeiten. Die Sicherheitsüberprüfung hätten sie bei der Einreise schon hinter sich. In München folgten dann nur noch ein Gesundheitscheck und zwei Tage Einarbeitung.

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Der Personalmangel sei groß. „Wir haben weiter langfristig Bedarf an Mitarbeitern“, sagte die Sprecherin. Bewerber „rennen uns nicht die Bude ein“.

Die Aushilfen seien von einem Personaldienstleister in der Türkei vermittelt worden und müssten bis zum 6. November wieder ausreisen.

Flughafen Frankfurt verzichtet auf Aushilfen aus der Türkei wegen mangelnden Qualifikationen

Angesichts des Abfertigungschaos auf mehreren Flughäfen zu Beginn des Sommers hatten die Verbände der Flughäfen und der Bodenabfertiger darauf gedrängt, mindestens 2000 Aushilfen aus der Türkei zu erleichterten Bedingungen etwa für die Gepäckdienste anheuern zu dürfen. 

München und Nürnberg sind nach Angaben des Branchenverbandes BDL die einzigen Flughäfen, die den Plan tatsächlich umsetzen. Nach Abstimmung dreier Bundesministerien wird auf die eigentlich vorgeschriebene Prüfung verzichtet, ob für die Jobs nicht doch deutsche Arbeitnehmer zur Verfügung stehen. In Bayern war die Zahl der Arbeitslosen im Juli auf 239 000 gestiegen und in Deutschland auf 2,47 Millionen.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verzichtet auf die Aushilfen aus der Türkei. Die angebotenen Kräfte verfügten nicht über die erwarteten Qualifikationen, und es fehle an Flughafen-Erfahrung und Deutschkenntnissen, hatte ein Sprecher gesagt.

Seit Jahresbeginn habe Fraport bereits mehr als 1000 Leute eingestellt, die nach und nach in den benötigten Funktionen ankämen.

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