Kritik am Freistaat

Mehr Schutz vor Gewalt in der Partnerschaft ‒ München schafft weitere Plätze in Frauenhäusern

In einem Schattenbild greift ein Mann eine junge Frau an.
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Für mehr Schutz vor Gewalt in der Partnerschaft schafft München weitere Plätze in Frauenhäusern. (Symbolbild)

Um mehr Frauen vor Gewalt in der Partnerschaft zu schützen, schafft München weitere Plätze in Frauenhäusern mit Angeboten für psychisch Kranke und Süchtige, sowie ihren Kindern.

  • München schafft mehr Plätze in Frauenhäusern.
  • Sie bieten Schutz für Frauen, die von Gewalt in der Partnerschaft betroffen und gleichzeitig eine psychische Krankheit und/oder Suchtkrankheit haben.
  • Stadtratsfraktion SPD/Volt kritisiert den Freistaat Bayern wegen mangelnder Förderung.

München schafft 48 weitere Plätze in Frauenhäusern. Sie richten sich speziell an Frauen, die von Gewalt in der Partnerschaft betroffen und zugleich psychisch krank und/oder suchtkrank sind, und ihre Kinder.

Insgesamt gibt im Münchner Hilfenetz für Frauen 245 geschützte Plätze, davon 78 in Frauenhäusern, 55 Plätze in Karla 51, 48 im Haus Agnes und 64 Plätze im Haus für Mutter und Kind. Laut Istanbuler Konvention müssten es aber 156 Plätze in Frauenhäusern sein.

Laut der Stadtratsfraktionen von SPD und Volt existiere gleichzeitig eine Lücke in der Versorgung von Frauen, die von Gewalt betroffen und gleichzeitig eine psychische Krankheit und/oder Suchtkrankheit haben.

Für sie schafft der Sozialausschuss des Stadtrats am Donnerstag, 23. September, nach einem Antrag der SPD-Fraktion aus dem Januar 2020 ein neues Angebot. Für 3,6 Millionen Euro im Jahr entstehen 48 weitere Plätze in zwei Frauenhäusern.

In den Appartements können sowohl alleinstehende Frauen unterkommen, wie auch Frauen mit einem oder mehreren Kindern. Für sie werde psychische und ärztliche Hilfe angeboten sowie Unterstützung, in ein selbst bestimmtes Leben zurückzufinden.

München schafft mehr Plätze in Frauenhäusern für Schutz vor Gewalt in Partnerschaft

Bereits 1977 stellte München die ersten Plätze in Frauenhäusern in Bayern zur Verfügung, um Frauen und Kinder vor Gewalt in der Partnerschaft zu schützen. Die Stadt baute die anfangs wenigen Plätze mit der Zeit stetig aus bis zum heutigen Stand von 78.

Die vorgeschriebene Förderung des Freistaats allerdings allerdings hinterher. Trotz einer Erhöhung im Jahr 2019 würde der Freistaat längst nicht alle Kosten für Plätze in Frauenhäusern übernehmen, obwohl diese in der Regel voll ausgelastet seien.

Niemand muss häusliche Gewalt durch den Partner erdulden. Frauenhäuser bieten hier einen Schutzraum und Hilfe auf dem Weg zurück in ein selbst bestimmtes Leben. Deshalb steht es für uns außer Frage, dass wir die Plätze bei uns in München ausbauen. Land und Bund stehen aber in der Pflicht. Der Freistaat muss sich endlich voll an den Kosten beteiligen. Und der Bund muss es ermöglichen, dass auch minderjährige Frauen ohne Einverständnis der Eltern einen Notschlafplatz in Anspruch nehmen können.

SPD-Stadträtin Barbara Likus

SPD/Volt-Stadtratsfraktion/jh

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