Gefährlich für Schüler?

Gefahren rund um den Campus? - Elternbeiräte kritisieren Brennpunkte auf den Schulwegen in Freiham

Radler dürfen nur den südlichen Teil des Gehwegs an der Aubinger Allee nutzen.
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Radler dürfen nur den südlichen Teil des Gehwegs an der Aubinger Allee nutzen.

Die Elternbeiräte der Freihamer Schulen finden, dass auf den Schulwegen zu viele Gefahrensituationen lauern. Welche Brennpunkte das sind und was die Stadt dazu sagt.

Freiham - „Der Zustand ist nicht mehr haltbar“, kritisieren die Elternbeiräte der Schulen auf dem Bildungscampus in Freiham. Der Schulweg berge zahlreiche Gefahren für ihre Kinder – egal, ob die Schüler mit dem Fahrrad, der S-Bahn oder dem Bus kommen.

Die Elternbeiräte haben sich nun zusammengeschlossen, um bis zum kommenden Schuljahr Verbesserungen zu erreichen. Dabei haben sie mehrere Brennpunkte identifiziert.

Die Ampel an der Bodenseestraße:

Die Wartezeit an der Ampel, die Schüler nutzen, wenn sie mit der S-Bahn ankommen, sei zu lang. „Es dauert nach dem Drücken drei Minuten, bis sie Grün wird. Währenddessen drängeln sich bis zu 60 Schüler an der Ampel“, sagt Bernd Jüchtern, Elternbeiratsvorsitzender der Grundschule.

Zudem gebe es auf dem etwa 350 Meter langen Abschnitt der Bodenseestraße drei Ampeln kurz hintereinander. Die Autofahrer seien ungeduldig und „fahren auch mal bei Rot“.

Die Eltern wünschen sich deshalb anstelle der Ampel eine Unterführung. Das zuständige Mobilitätsreferat meint: „Eine Fußgängerunterführung ist im Hinblick auf die Barrierefreiheit, aber auch im Hinblick auf die Vermeidung von Angsträumen aus Sicht der Verwaltung nicht zielführend“, so Sprecherin Christina Warta.

Die Stadt habe die Ampel zudem so geschaltet, dass „zu bestimmten Tageszeiten für die dort pulkartig ankommenden Fußgängerströme eine deutlich verlängerte Grünphase“ gelte.

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Verengter Gehweg:

Aufgrund einer Baustelle ist der Gehweg an der Bodenseestraße verengt. „Die Schüler laufen teilweise auf dem Radweg“, sagt Jüchtern. Dies sei wegen des Baus der dortigen Wohnungen leider nicht vermeidbar, meint Warta.

„Es ist deshalb auch wichtig, die Schulkinder seitens der Eltern und auch der Schulen dafür zu sensibilisieren, an neuralgischen Punkten besondere Vorsicht walten zu lassen.“

Fehlender Radweg:

Stefanie Schmid, Elternbeirätin des Gymnasiums, kritisiert die Situation an der Aubinger Allee. Dort gibt es keinen durchgängigen Fahrradweg. Radler müssen einen Großteil der Strecke mit den Baufahrzeugen auf der Straße radeln.

„Es ist völlig undurchsichtig, warum sie nicht auf den Gehweg radeln dürfen. Dieser ist breit genug und dort ist nichts los“, sagt Schmid. Auch entlang der Wiesentfelser Straße fehlt ein Radweg. Die Eltern fordern daher „ein durchdachtes und sicheres Fahrradweg-Konzept“.

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Das sagt die Stadt dazu

Christina Warta vom Mobilitätsreferat verweist darauf, dass der südliche Abschnitt des Gehwegs an der Aubinger Allee für Radler freigegeben sei. Anschließend könnten die Schüler über den Hans-Clarin-Weg weiter Richtung Norden fahren.

Die Elternbeiräte fordern zudem mehr Parkflächen, Verkehrskontrollen sowie weitere Ampeln und Zebrastreifen rund um den Campus. Das Mobilitätsreferat verweist auf die Tempo-30-Regelungen und die bereits installierten Ampeln rund um die Schulen.

Dadurch „ist ein Maximum an Sicherheitsmaßnahmen geschaffen worden“, so Warta. Die Verwaltung begutachte das Gelände weiterhin regelmäßig und reagiere auf Probleme.

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