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Bezirksausschuss Aubing wünscht sich Ausbau des Angebots und bessere Informationen

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Im Grünband Freiham stehen einige Obstbäume. Sie liefern Gratis-Früchte. Dagmar Mosch würde das Angebot gerne münchenweit ausbauen.
Im Grünband Freiham stehen einige Obstbäume. Sie liefern Gratis-Früchte. Dagmar Mosch würde das Angebot gerne münchenweit ausbauen. © Leonie Forth

Von Streuobstwiesen kann jeder kostenlos Obst mitnehmen und essen. Das Projekt sei aber nicht allen bekannt, weshalb nun mehr solcher Wiesen gefordert werden.

Freiham ‒ Geld sparen, gesund essen und die Artenvielfalt fördern – dabei könnten Streuobstwiesen helfen. Das denken die Grünen im Aubinger Bezirksausschuss. Deshalb sollte die Stadt das Angebot verbessern und ausbauen.

Auf den Wiesen stehen verstreut Obst- und Nussbäume. Sie werden ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel bewirtschaftet. Befinden sie sich im öffentlichen Raum, darf jeder Bürger die Früchte für den Eigenbedarf ernten.

Bekanntheit steigern

Das sei aber nicht allen bekannt. „Ich finde es wahnsinnig schade, dass die Menschen bei Streuobstwiesen oft gar nicht wissen, ob sie das Obst mitnehmen dürfen“, erklärt Fraktionssprecherin Dagmar Mosch. Daher soll die Stadt darüber beispielsweise mit Informationstafeln vor Ort aufklären. In Niedersachsen würden zur Ernte freigegebenen Bäume mit gelben Bändern markiert.

Ein weiteres Problem sei, dass vielen die Standorte nicht bekannt seien. So gebe es im Grünband zwischen Freiham und Neuaubing mehrere Obstbäume. Auf der Internetseite www.mundraub.org seien zahlreiche Standorte aufgelistet, aber niemand habe die Angaben überprüft. Mosch würde eine offizielle Übersicht der Stadt begrüßen.

Wunsch nach mehr

Zudem wünschen sich die Grünen zusätzliche Obstbäume in Aubing, Lochhausen und Langwied. Sie seien „einer der artenreichsten Lebensräume“. Diese Biodiversität müsse man aufrechterhalten und fördern. Der Bezirksausschuss hat den Antrag einstimmig verabschiedet.

Das Baureferat verweist darauf, dass es zuletzt bereits mehrere Streuobstwiesen neu angelegt habe – unter anderem auf einer Fläche an der Centa-Hafenbrädl-Straße in Freiham und am Amelbrechtweg in Lochhausen. Es sei auch im Interesse der Stadt, die Zahl dieser Obstgärten zu vergrößern, aber die Realisierung dauere. Ein Grund sei, dass für jede Streuobstwiese Paten nötig seien, damit die Früchte nicht als Fallobst liegenblieben und es zu einer Wespenplage komme.

Leonie Forth

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