Impfung im Bus

Impfaktion für Münchner Tafel: Mobile Teams impfen sozial schwächere Einwohner in Bussen

Impfbus
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In einem Impfbus wurden die Gäste der Münchner Tafel geimpft. (Symbolbild)

In einer städtischen Impfaktion wurden Gäste der Münchner Tafel geimpft. Mobile Impfteams versorgten die Menschen mit dem knappen Gut, da sie aufgrund ihrer Lebensverhältnisse besonders für eine Ansteckung gefährdet sind.

  • Stadt impft Gäste der Münchner Tafel
  • Menschen durch Lebensverhältnisse besonders gefährdet
  • Weitere Aktionen könnten folgen

Innerhalb gut einer Woche hat die Stadt mit mobilen Teams 885 Gäste der Münchner Tafel auf dem Gelände der Großmarkthalle gegen das Coronavirus geimpft. Oberbürgermeister Dieter Reiter äußerte sich dazu folgendermaßen:

„Wir möchten allen Münchner ein Impfangebot machen, gerade auch denen, die nicht so leicht zu erreichen und dabei besonders gefährdet sind. Studien belegen bundesweit den Zusammenhang von sozialer Lage und gesundheitlichen Risiken. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir dieses niederschwellige Impfangebot dank der tatkräftigen Unterstützung der Münchner Tafel erfolgreich durchführen konnten.“

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Eine Analyse der 25 Münchner Stadtbezirke hat kürzlich ergeben, dass der Münchner Bezirk mit der höchsten Covid-Inzidenz über die gesamte Laufzeit der Pandemie einen 1,8-fach höheren Wert aufweist als der mit der niedrigsten Inzidenz. Mit dieser Aktion sollten diejenigen erreicht werden, die durch ihre Lebenssituation dringend eine Impfung benötigen.

„Die Betroffenen haben oft keine Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten. Sie leben vielfach in beengten Wohnverhältnissen, was gerade im Quarantänefall für Familien eine extreme Belastung ist“, so Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek. Viele der betroffenen Personen hätten zusätzlich aufgrund von sprachlicher Barrieren, Schwierigkeiten an Informationen zu gelangen. Mögliche Folgeaktionen könnten so beispielsweise auch einen Dolmetscher involvieren.

Impfaktion in München: Gäste der Tafel in Bussen geimpft

Die Aktion mit einem Impfbus sowie einem gesonderten Wartebus lief täglich von 29. Mai bis 6. Juni ab, nur am 2. Juni wurde eine Pause eingelegt. Die ehrenamtlichen Helfer der Münchner Tafel hatte in der Woche zuvor per Handzettel ihre Gäste über das Angebot informiert und Termine vergeben.

Es standen täglich zwei Impfteams sowie mehrere ehrenamtliche Helfer bereit. Verimpft wurde der Impfstoff von Johnson & Johnson, bei dem bereits eine einmalige Impfung für den vollständigen Impfschutz ausreicht.

In Abhängigkeit vom verfügbaren Impfstoff sind in den nächsten Wochen weitere Impfaktionen in den Stadtbezirken geplant. 

tfp/Rathausumschau

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