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Zum Gedenken an Pogromnacht: Stadt München erinnert an die Opfer

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Gedenken an Pogromnacht - Knobloch: unvorstellbarer Ausbruch von
Rosen, Kerzen und Kieselsteine auf dem Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in München. © dpa/Peter Kneffel

Die Stadt München gedenkt am 9. November mit zwei Gedenkveranstaltungen an die jüdischen Opfer, die in der Pogromnacht 1938 verfolgt und ermordet wurden.

München - Am 9. November gedenkt die Landeshauptstadt München alljährlich ihrer jüdischen Bürger*innen, die in der Pogromnacht 1938 und in den darauffolgenden Jahren entrechtet, verfolgt, deportiert, in den Suizid getrieben oder ermordet wurden.

In diesem Jahr stehen die 997 Männer, Frauen und Kinder im Mittelpunkt des Gedenkens, die am 20. November 1941 vom Sammellager Milbertshofen nach Kaunas in Litauen deportiert und dort ermordet wurden.

Ab 13 Uhr erinnert am Dienstag, 9. November, eine öffentliche Lesung der Namen und Biographien am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge (Ecke Herzog-Max-/Maxburg-Straße) an die Opfer der Deportation nach Kaunas.

Es handelte sich dabei um den ersten Deportationszug aus München. Die Teilnahme an der Lesung ist ohne Voranmeldung möglich. Um 19 Uhr findet die Gedenkstunde im Alten Rathaus als Präsenzveranstaltung statt.

Direktorin des Instituts für Geschichte der deutschen Juden hält Gedenkrede

Sie wird gleichzeitig live online übertragen. Es sprechen Oberbürgermeister Dieter Reiter und Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Die Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, Dr. Kim Wünschmann, hält die Gedenkrede zum Thema „Bewegte Bilder der Zerstörung jüdischen Lebens: Vom Abbruch der Münchner Hauptsynagoge zum Novemberpogrom 1938“.

Für die Gedenkstunde im Alten Rathaus ist eine Anmeldung notwendig per E-Mail an antwort-einladung@muenchen.de.

Unter https://www.gedenken9nov38.de/ sind der Livestream der Gedenkstunde sowie weitere Informationen abrufbar. Der Saal des Alten Rathauses ist rollstuhlgerecht zugänglich. Es gelten die tagesaktuellen Corona-Schutzmaßnahmen.

Landeshauptstadt München/fb

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