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Modernes Gedenken - Online-Karte zeigt alle Holocaust-Erinnerungszeichen in München

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Von: Benedikt Strobach

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Stelen, wie hier von Maximilian Strnad und Barbara Hutzelmann am Franz-Josef-Strauß-Ring präsentiert, erinnern an Opfer der NS-Zeit.
Stelen, wie hier von Maximilian Strnad und Barbara Hutzelmann am Franz-Josef-Strauß-Ring präsentiert, erinnern an Opfer der NS-Zeit. © T. Hauzenberger

Zum internationalen Holocaust-Gedenktag veröffentlicht das Münchner Stadtarchiv eine Online-Karte, auf der alle Erinnerungszeichen der Stadt einsehbar sind.

München - 114 Stelen und Tafeln sind in München an 51 Standorten platziert. Sie erinnern an Opfer der NS-Zeit, die in München gelebt haben. Eine Übersicht zu den Personen gab es bisher nur bei Maximilian Strnad und Barbara Hutzelmann von der städtischen Koordinierungsstelle Erinnerungszeichen. Ab Donnerstag, 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, ist das anders. Dann veröffentlicht die Stadt eine digitale Karte, auf der alle Erinnerungszeichen eingetragen sind.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Modernes Gedenken in München: Über 50 Orte informieren über Holocaust-Opfer

„Es ist eine kartenbasierte Web-Anwendung“, erklärt Strnad. Die bildet die jeweiligen Gedenkorte ab. „Nutzer können auf sogenannte Icons klicken. Dann werden ihnen Infos zu der Person, derer dort gedacht wird, und ihrem Schicksal in einem kurzen Text angezeigt.“ Neben einem Foto sind außerdem Ort und Tag von Geburt und Tod der Person, die jeweilige Opfergruppe – wie Jude oder Kommunist – sowie das Datum, an dem das Erinnerungszeichen errichtet wurde, dargestellt.

„Man kann die Suche nach Personen, Gruppen oder Stadtteilen filtern“, sagt Strnad. „Beispielsweise können dadurch Lehrer ihren Unterricht besser vorbereiten.“ Viel Arbeit sei in das System geflossen. „Das wird sich gelohnt haben“, ist sich Strnad sicher. Das Interesse für Erinnerungszeichen sei in München groß. „Wir haben derzeit 166 Anträge für 69 neue Standorte. Die prüfen wir sehr genau, schließlich geht es um persönliche Schicksale“, sagt er.

Die Liste wird bereits am Donnerstag wachsen: Zwei weitere Stelen werden dann in der Haimhauserstraße 1 in Schwabing enthüllt.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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