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Das Parken auf Gehwegen im 19. Stadtbezirk wird nicht mehr toleriert – die Anwohner reagieren 

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Lokalpolitiker erhalten  vermehrt Bürgerschreiben zu polizeilichen Maßnahmen in Bezug auf das Parken von Pkw auf Gehwegen im Viertel.
Lokalpolitiker erhalten vermehrt Bürgerschreiben zu polizeilichen Maßnahmen in Bezug auf das Parken von Pkw auf Gehwegen im Viertel. © dpa/Uli Deck

Im 19. Stadtbezirk wird Gehwegparken bald nicht mehr toleriert. Damit reagiert der zuständige BA auf vermehrte Bürgerschreiben, die dies forderten. Die Begründung:

München-Süd - Der Bezirksausschuss 19 erhalte in letzter Zeit vermehrt Bürgerschreiben zu polizeilichen Maßnahmen in Bezug auf das Parken von Pkw auf Gehwegen im Viertel. Auch bei der jüngsten Bürgerversammlung ist die Problematik angesprochen worden.

An diesem Thema scheiden sich nun die Geister: Ein Teil der Anwohner sei verwundert und beschwere sich, dass ein teilweise Jahrzehnte lang praktiziertes Verhalten auf einmal nicht mehr akzeptiert und nun mit Geldbußen belegt werde. „Gleichzeitig erhalten wir aber auch Beschwerden von Bürgern, dass sie die Gehwege wegen geparkter Autos nicht benutzen können“, teilte der BA-Vorsitzende Ludwig Weidinger (CSU) Hallo mit.

Um diese umstrittene Situation ein für alle Mal zu klären, haben die zuständigen Mitglieder des Gremiums im Untersauschuss Mobilität beraten und eine offizielle Stellungnahme des Bezirksausschusses verfasst, die die Meinung des BA wiedergibt.

Gegen Gehwegparken im 19. Stadtbezirk: Gehweg soll für Fußgänger reserviert bleiben

Das Schreiben wurde in der jüngsten Sitzung des Vollgremiums vorgestellt und einstimmig befürwortet. Bereits vorhandene und zukünftige Bürgerschreiben zu diesem Thema würden im Sinne dieses Schreibens behandelt und beantwortet, sagt Weidinger gegenüber Hallo. Der BA vertritt die Meinung, dass im Interesse von Fußgängern, Kindern und mobilitätseingeschränkten Personen eine ausreichende Gehwegbreite zur Verfügung stehen muss.

„Es darf nicht sein, dass dieser Personenkreis wegen zugeparkter Gehwege auf die Fahrbahn ausweichen muss und sich dabei selbst gefährdet“, betont der BA-Chef. Aus diesem Grund begrüßt der BA polizeiliche Maßnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden.

Mit der Frage, aus welchem Grund das Parken auf dem Gehweg nicht mehr toleriert wird, konfrontiert Hallo Christoph Ost, Polizeihauptkommissar der Polizeiinspektion 29. „In der letzten Zeit nimmt die Zahl der Autos deutlich zu, vor allem die Zahl der großen Fahrzeuge. Demzufolge entsteht die Parkplatznot und die Autofahrer stellen ihr Autos auf Gehwegen ab“, sagt Ost. Darüber hinaus habe sich das Bewusstsein der Bürger im Bezug auf das Parken auf dem Gehweg entwickelt. Die Anwohner meldeten immer häufiger die falsch geparkten Pkw bei der Polizei.

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