1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Stadt München findet Ursache für Gerüche am Schlachthof – Kritik an neuen Plänen

Erstellt:

Von: Theresa Reich

Kommentare

Die alte Waschstraße auf dem Viehhof soll abgerissen und eine neue Anlage auf dem  Schlachthofgelände gebaut werden. BA und Anwohner, wie Thomas Sporer sehen die Pläne der Stadt kritisch.
Die alte Waschstraße auf dem Viehhof soll abgerissen und eine neue Anlage auf dem Schlachthofgelände gebaut werden. © tr

Der Gestank am Schlachthof stört die Anwohner schon lange. Die Stadt München hat eine Ursache ausfindig gemacht, doch ein neuer Plan sorgt schon wieder für Kritik.

Den Anwohnern stinkt der Schlachthof immer noch (Hallo berichtete). Vertreter des Referats für Klima und Umwelt (RKU) berichteten in der jüngsten Sitzung des BA 2, über eine neu identifizierte Gestank-Quelle: ein verrosteter Kamin, wie Christian Haindl, Beauftragter der Immissionsschutzbehörde, erklärte.

Dieser wurde von den Münchner Schlachthöfen zwar entfernt, allerdings ist der neue Kamin sieben Meter zu kurz, sodass die Abgase nicht in den Himmel gepustet werden, sondern sich unten verteilen.

Die Schweineschlachtung München bestätigt gegenüber Hallo, dass sie bereits an einer Anpassung des Kamins arbeite. Jedoch rechne Haindl mit weiteren Beschwerden, da Gerüche sehr subjektiv wahrgenommen werden. „Die ‚eine’ Geruchsquelle wird es auch in Zukunft nicht geben“.

Kritik an Gestank und neuen Plänen für den Schlachthof in München

BA und Anwohner wie Thomas Sporer kritisieren nicht nur den Gestank, sondern auch die neuen Pläne für die Waschanlage, welche die Stadt für 15 Millionen Euro auf dem Gelände des Schlachthofs plant.

Sie ist für einen Schlachtbetrieb eine rechtliche Notwendigkeit, wie das Kommunalreferat (KOM) erklärt. Die alte Waschstraße für die Viehtransporter – bisher noch auf dem Grundstück des Viehhofs – soll 600 geplanten Wohnungen weichen.

BA und Anwohner, wie Thomas Sporer sehen die Pläne der Stadt kritisch.
BA und Anwohner, wie Thomas Sporer sehen die Pläne der Stadt kritisch. © privat

Anwohner Sporer sieht in dem Neubau eine „Verschwendung kommunaler Steuergelder“ und eine versteckte Subvention des Schlachthofs.

Grund für seine Annahme sind die Erbpachtverträge zwischen den Münchner Schlachthöfen und dem KOM als Besitzer des Grundstücks. Denn diese laufen 2040 aus, wie KOM-Sprechin Maren Kowitz bekannt gibt. Was danach mit der Anlage passiert, unterliege „der Planungshoheit und der politischen Entscheidung des Stadtrats“.

Auch interessant

Kommentare