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Bürger um mehrere Tausend Euro betrogen ‒ Unbekannte geben sich als Polizisten und EDV-Angestellte aus

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Ein Rentner aus Gräfelfing wurde von einem unbekannten Anrufer, der sich als EDV-Angestellter ausgab, um mehrere Hundert Euro betrogen.
Ein Rentner aus Gräfelfing wurde von einem unbekannten Anrufer, der sich als EDV-Angestellter ausgab, um mehrere Hundert Euro betrogen. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

In den vergangenen Tagen gab es mehrere betrügerische Anrufe im Würmtal. Bislang unbekannte Anrufer gaben sich dabei als EDV-Angestellte oder Polizeibeamte aus.

Gräfelfing - Ein vermeintlicher Angestellter einer EDV-Firma rief am 1. April einen über 70-Jährigen auf dessen Festnetz an und gab an, auf dem Computer des Rentners verdächtige Aktivitäten festgestellt zu haben.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Hunderte Euro vom Konto abgebucht: Vermeintlicher EDV-Angestellter betrügt Rentner

In einem mehrstündigen Gespräch, in dem der bislang unbekannte Anrufer überwiegend Englisch sprach, brachte er den Gräfelfinger dazu, zusätzliche Software auf dem Computer zu installieren, um die Fehler zu beheben. Dadurch erlangte der Täter Zugriff auf den Computer. Auch am nächsten Tag rief der Unbekannte noch mehrmals bei dem Rentner an und brachte ihn dazu, persönliche Daten unter anderem aus dem Personalausweis zu übermitteln.

Der Täter berichtete dem über 70-jährigen Mann, dass er von dessen Konto als Serviceleistung kleinere Geldbeträge abbuchen müsse. Tatsächlich wurden jedoch mehrere Hundert Euro abgebucht. Als der Rentner dies feststellte, begab er sich am Sonntag, 3. April, zur Polizei, schilderte den Sachverhalt und zeigte den Unbekannten an.

Die Ermittlungen in dem Fall werden durch das für Cybercrime zuständige Kommissariat 122 geführt.

Falsche Polizeibeamte: Unbekannte Anrufer nutzen „Interpol-Betrugsmasche“

Gauting - Eine 58-jährige Gautingerin wurde von Unbekannten, die eine derzeit gängige Whatsapp-Betrugsform genutzt hatten, kürzlich um über 3300 Euro betrogen. Jetzt kam es im Würmtal erneut zu einem Fall von „falschen Polizeibeamten“, dieses Mal in anderer Form.

Ein 26-jähriger Unternehmensberater erhielt am vergangenen Montag einen Anruf, von einem vermeintlichen Interpol-Polizeibeamten. Dieser erklärte ihm auf Englisch, dass mit seinen Ausweisdaten mehrere Bankkonten in Belgien eröffnet wurden, die für illegale Geschäfte genutzt wurden. Den Haftbefehl, der deshalb gegen ihn vorliege, könnte der 26-Jährige vor, nur mit mehreren Überweisungen abwenden.

Daraufhin wurde der Mann an einen „Patrick Miller“ weiterverbunden, der sich ihm ebenfalls auf Englisch als Polizeibeamter der Bundespolizei München Ost vorstellte und ihn dazu aufforderte mehrere Transaktionen von seinem Kryptokonto auf andere Konten, sowie eine Überweisung an ein thailändisches Bankkonto zu tätigen. Der Unternehmensberater überwies den Betrügern daraufhin insgesamt 6660 Euro in Form von Kryptowährung.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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