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Sanierung des Grünwalder Stadions: BAs diskutieren mit Verena Dietl – auch andere Nutzungen erwogen  

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Von: Katrin Hildebrand, Marco Litzlbauer

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Bereits 2012/2013 wurde das Stadion umgebaut. Voraussichtlich 2026 soll ein weiterer Ausbau beginnen.
Bereits 2012/2013 wurde das Stadion umgebaut. Voraussichtlich 2026 soll ein weiterer Ausbau beginnen. © Klaus Haag

Der Ausbau des Grünwalder Stadions wird weiterhin heiß diskutiert. Neben den Fragen zur Miete stellen sich nun auch Fragen zu einer anderen Nutzungsform, außer Fußball...

UPDATE 30. März, 13.50 Uhr:

Wie die Stadtratsfraktion der Grünen in einer Pressemitteilung erklären, ist die Rathaus-Koalition in Sachen Miete fürs Grünwalder zu einer Entscheidung gekommen.

Nach Abschluss der Sanierungen soll die sogenannte Marktmiete zu Grunde gelegt werden. Das heißt, künftige Mieter werden nicht unmittelbar an den Kosten des Umbaus beteiligt (siehe Erstmeldung unten). 

Sanierung des Grünwalder Stadions in München: Mehr Lärmschutz und Photovoltaikanlage

Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt seien zudem darin übereingekommen, das Stadion an der Grünwalder Straße auszubauen und zu sanieren. Im Sportausschuss am Mittwoch, 30. März, werden die beiden Fraktionen der sogenannten fortgeschriebenen Planung mit geschlossenen Ecken für den Lärmschutz zustimmen. In einem gemeinsamen Änderungsantrag fordern sie zudem im weiteren Verlauf der Planungen Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität mit einzubeziehen. Dies soll insbesondere durch die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem neuen Dach gewährleistet werden.

Stadtrat Beppo Brem sagte dazu: „Das Stadion an der Grünwalder Straße ist trotz mancher Probleme nicht aus dem Münchner Sport wegzudenken. Um es fit für die Zukunft zu machen, muss die Stadt jetzt Geld in die Hand nehmen.“ Mehr Zuschauerkapazität, mehr Komfort und Lärmschutz für die Giesinger durch eine vollständige Überdachung und ein hohes Maß an Klimagerechtigkeit seien Investitionen in die Zukunft. „Bei alldem legen wir großen Wert darauf, dass noch genug Mittel für Investitionen in den Breitensport vorhanden bleiben.“

ERSTMELDUNG

GIESING Es heißt warten. Vor dem Jahr 2026 wird am Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße nichts passieren. Erst wenn das Olympiastadion umgebaut ist, können in Giesing die Sanierungsarbeiten starten. Sportbürgermeisterin Verena Dietl (SPD) hat die Planungen nun dem BA Untergiesing-Harlaching und der Vorsitzenden des BA Obergiesing-Fasangarten, Carmen Dullinger-Oßwald (Grüne), vorgestellt. Dabei standen Anliegen der Anwohner und Nebennutzungen im Fokus.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Die Stadtverwaltung zieht in ihrer Beschlussvorlage die teuerste Umbauvariante vor – mit Kosten von etwa 77 Millionen Euro. 18 105 Zuschauer würden dann ins Grünwalder passen. Aktuell sind es 15 000. Die Haupttribüne würde neu errichtet und zur Westkurve hin vergrößert. Auch Nord- und Osttribüne würden erweitert.

Ausbau des Grünwalder Stadions: Hohe Kosten für den TSV 1860 München erwartet

„In dieser Variante sind die meisten Bürgerwünsche berücksichtigt“, sagte Detlev Langer vom Baureferat. Im Gegensatz zu den anderen drei Möglichkeiten soll es hier nicht nur Dächer über den Tribünen, sondern auch über den Stadion­ecken geben. Neben dem größtmöglichen Lärmschutz böte das auch die geringste Lichtemission für die Nachbarn.

„Das wäre super für die Anwohner“, sagte Michael Sporrer (SPD). Ihm stellte sich aber die Frage, welche Kosten auf den TSV 1860 durch die Maximallösung zukommen könnten. Die Verhandlungen mit den Vereinen über die potenziellen Mieten hatten sich 2021 lange hingezogen.

Michael Sporrer
Michael Sporrer © privat

Die anstehenden städtischen Beschlüsse zu diesem Thema finden nicht öffentlich statt. Diskutiert wird dabei vermutlich auch, ob der TSV eine marktübliche oder eine Amortisationsmiete zahlen muss. Bei Letzterer würden neben laufenden Neben- und Betriebskosten alle Kosten, die bei der Sanierung anfallen, umgelegt. Sie wäre also deutlich höher.

Ausbau fürs Grünwalder Stadion: Auch anderweitige Nutzung denkbar

Obwohl das Baureferat betonte, dass der Umbau auf eine reine Fußball-Nutzung abziele, meinte Dietl: „Wir haben im Blick, dass es auch andere Möglichkeiten gäbe.“ Babette Lischka (Grüne) schlug vor, dort Stadtviertel-Veranstaltungen abzuhalten.

Helga Hügenell (SPD), Unterausschussvorsitzende Soziales, und Obergiesings BA-Chefin Dullinger-Oßwald thematisierten Probleme außerhalb des Stadions wie Müll und Randale bei Hochrisikospielen. Dietl versprach, die Punkte für einen etwaigen runden Tisch aufzunehmen. Der Sportausschuss des Stadtrats beschäftigt sich in dieser Woche mit dem Thema. Die Entscheidung stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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