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Schnelle Lösung des Platzproblems am Gymnasium Feldmoching? BA will Pavillon nach Umzug erhalten

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Von: Benedikt Strobach

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Das Gymnasium in Feldmoching.
Das Interimsgebäude des Gymnasiums Feldmoching soll nach der . © kko

Das Gymnasium Feldmoching kann aus Platzmangel Schüler aus dem Hasenbergl nicht aufnehmen. Der BA fordert nun, den Pavillon als zweites Gymnasium zu erhalten.

Update, 20. Oktober:

Im 24. Stadtbezirk ist der Wunsch nach einem zweiten Gymnasium groß – spätestens seitdem Schüler aus dem Hasenbergl aus Platzgründen an der bestehenden Schule an der Georg-Zech-Allee abgelehnt werden mussten. Dazu kommt das bevorstehende Bevölkerungswachstum durch die vielen Bauprojekte. Daher hat die CSU-Fraktion im örtlichen BA jetzt vorgeschlagen, dass das bisherige Provisorium an der Georg-Zech-Allee nach dem Bau des eigentlichen Schulgeländes auf dem Lerchenauer Feld bleiben soll. Es könnte als zweites Gymnasium im Bezirk dienen.

Kurzfristige Lösung für zweites Gymnasium in Feldmoching-Hasenbergl? BA will Interims-Pavillon weiter nutzen

Der Antrag erhielt viel Zuspruch. „So hätten wir in kürzester Zeit zwei Gymnasien und könnten weiterhin nach einem geeigneten dauerhaften Standort schauen“, sagte Christine Lissner (Grüne). Der Vorsitzende Rainer Großmann (CSU) betonte zudem, er wisse aus Gesprächen, dass das Referat für Bildung und Sport (RBS) der Idee nicht abgeneigt sei.

Markus Auerbach (SPD) war mit dem Vorschlag jedoch nicht zufrieden. Der Grund: Zuvor hatte das Gremium einen Antrag seiner Fraktion abgelehnt, ein Gymnasium anstatt des geplanten Förderzentrums auf dem Schulgelände an der Eduard-Spranger-Straße zu realisieren. „So haben wir die Chance auf ein Gymnasium im Hasenbergl vergeigt“, sagte Auerbach. Lissner entgegnete, dass neben der Mittelschule dort selbst ohne Förderzentrum nicht genug Platz für ein Gymnasium wäre. Am Ende stimmte der BA mit großer Mehrheit für den CSU-Antrag.

Wann das Gymnasium am Lerchenauer Feld fertig werde, kann RBS-Sprecher Andreas Haas noch nicht sagen. Jedoch müsse dann schnell entschieden werden, wie der Pavillon weiter genutzt werden soll. „Eventuell müsste dann auch die Baugenehmigung verlängert werden“, sagt Haas. Ein neues Gymnasium im Bezirk sei aber bisher nicht geplant.

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Ursprünglicher Artikel vom 26. Juni:

180 Anfragen hat Martin Netter zum neuen Schuljahr bekommen. Er ist Rektor des Gymnasiums Feldmoching, das sich bis zum Bau der Schule am Lerchenauer Feld in einem Interimsgebäude an der Georg-Zech-Allee befindet. Das Problem: „Die Schule ist dreizügig, es können nur 90 Kinder aufgenommen werden.“

Martin Netter ist Direktor des Gymnasiums Feldmoching.
Martin Netter ist Direktor des Gymnasiums Feldmoching. © privat

Er habe zweimal aufgrund der hohen Nachfrage fünf fünfte Klassen aufgenommen. „Das geht aber nicht mehr“, warnt der Rektor. „Ab dem Schuljahr 2022/23 werden wir deutlich mehr Kinder ablehnen müssen.“ Dieses Problem habe er bereits der Stadt berichtet.

Betroffen seien davon vor allem Schüler, die weiter vom Gymnasium entfernt leben, wie im Hasenbergl an Thelott-, Paulcke- und Ittlingerschule. Das stört die SPD-Fraktion im BA Feldmoching-Hasenbergl. „Während Feldmochinger Kinder nur ‚über die Straße’ gehen müssen, um ihr Gymnasium zu erreichen, wird Hasenbergl-Kindern zugemutet, in das elf Kilometer entfernte Unterschleißheimer Gymnasium zu wechseln“, berichtete Fraktionssprecher Klaus Mai in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Die betroffenen Familien koste der Schulweg 440 Euro pro Jahr. „Diese Belastungen entstehen den Eltern der Kinder, die das Feldmochinger Gymnasium besuchen, nicht.“

Platzmangel an Schulen in Feldmoching: BA fordert Entlastungen für Schüler aus dem Hasenbergl

Mais Fraktion forderte deshalb, die Benachteiligung der Hasenbergler Schüler sofort zu beenden und alle Schüler im Gymnasium des 24. Stadtbezirks aufzunehmen. Zudem sollen die Raumkapazitäten an den weiterführenden Schulen vorrangig ausgebaut und ein weiteres Gymnasium im Bezirk errichtet werden. Der BA aber empfand den ersten Teil der Forderungen als diskriminierend gegenüber den Schülern aus dem Hasenbergl und stimmte dagegen.

Dem Ausbau der Raumkapazitäten und dem Bau eines weiteren Gymnasiums im Bezirk schloss sich das Gremium an. Außerdem wurde beschlossen, Stadtschulrat Florian Kraus in eine Sitzung einzuladen, damit er zur Schulsituation im Bezirk Rede und Antwort steht. Auf Initiative der Grünen wurde zudem gefordert, den Neubau des Gymnasiums Feldmoching acht- statt sechszügig zu errichten. Letzteres könnte laut Netter nötig werden: „Feldmoching wächst stark. Es kann sein, dass auch die Übertrittsanfragen in den nächsten Jahren steigen.“

Ein weiteres Gymnasium für den 24. Stadtbezirk sei nicht geplant, wie Julia Mayer, Sprecherin des Referats für Bildung und Sport auf Hallo-Anfrage erklärt. Jedoch seien an Bauernfeindstraße und Bayernkaserne weitere Standorte sowie Maßnahmen für alle bestehenden Gymnasien in diesem Bereich geplant, um den steigenden Bedarf abzudecken.

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