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Anträge aus der Bürgerversammlung Haidhausen: Mehr Sicherheit, mehr Jugend

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Von: Katrin Hildebrand

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125 Personen haben an der Bürgerversammlung im Haidhauser Hofbräukeller teilgenommen.
125 Personen haben an der Bürgerversammlung im Haidhauser Hofbräukeller teilgenommen. © Katrin Hildebrand

125 Bürger haben bei der Haidhauser Bürgerversammlung teilgenommen und 22 Anträge gestellt. Thema war, neben Verkehr und Sicherheit, auch die Jugend im Viertel.

Haidhausen - Die Menschen wollen ein gemütlicheres, ruhigeres Viertel. Dass diesem Wunsch vor allem der Verkehr entgegensteht, hat die Bürgerversammlung Haidhausen im Hofbräukeller am Wiener Platz nun deutlich gemacht. 22 Anträge und Anfragen haben die Besucher gestellt. Etwa die Hälfte davon drehte sich um den Schutz von Radlern und Fußgängern oder die Rolle der Autos im Stadtteil. Doch auch die Forderung nach einer stärkeren Beteiligung Jugendlicher am kommunalen Politgeschehen wurde laut.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Hauptthema Verkehr bei der Bürgerversammlung Haidhausen: 125 Teilnehmer stellen 22 Anträge

125 Bürger haben teilgenommen. Stadträtin Anne Hübner (SPD) leitete die Veranstaltung. Nach dem Polizeibericht (siehe Kasten) folgten die Anträge. Auffällig viele davon befassten sich mit der Balanstraße. Mehrere Anwohner wünschten sich, dass der Abschnitt zwischen Metz- und Rablstraße nur mehr in eine Richtung, nämlich stadtauswärts, befahren werden dürfe. „Die Autos rasen trotz Tempo 30“, sagte Günter Wolf, einer der Antragsteller zum Thema.

Das Mobilitätsreferat (MOR) prüft ohnehin derzeit eine gleichlautende Eingabe des BA. Die Bürgerversammlung jedoch erweiterte die Einbahnstraßen-Forderung schließlich auf die Strecke von der Metz- bis zur Orleansstraße. Außerdem bat sie die Verwaltung darum, diesen Abschnitt in eine Fahrradstraße umzuwandeln. Angenommen wurde auch ein Antrag mit dem Wunsch, den Anfang der Balanstraße mit viel Grün zu verschönern.

Fast einstimmige Resonanz fand die Forderung nach sicheren Kreuzungen auf Nebenstraßen. Das bedeutet: durch bestimmte Maßnahmen wie Poller oder verbreiterte Gehsteige zu verhindern, dass Autos zu nah an den Kreuzungen parken können und so die Einsicht für Fußgänger, Radler und fahrende Wagen versperren. Katherina Esch vom MOR versprach, zu prüfen, ob an schwer einsehbaren Punkten Radlständer platziert werden könnten, um dort das Abstellen von Autos zu verhindern.

Anträge der Bürgerversammlung Haidhausen: Politik auch für die Jugendlichen im Viertel

Zwei Anträge beschäftigten sich mit dem Problem, dass junge Münchner unter 18 nicht aktiv politisch am Viertel- und am Stadtgeschehen teilnehmen können. Der Wunsch eines Bürgers, zwei Jugendliche fest als BA-Mitglieder zu installieren, stieß auf positive Resonanz. Versammlungsleiterin Hübner wies jedoch darauf hin, dass das gegen die Gemeindeordnung verstoße. Gut angenommen wurde der Antrag, das Alter bei Kommunalwahlen auf 16 Jahre zu senken.

Ein Erstochener, kaum Einbrüche

Was die Straftaten anbelangt, liegt Haidhausen unter dem städtischen Durchschnitt. Im Vergleich zu 2020 ist deren Zahl 2021 sogar noch einmal um zwölf Prozent gesunken, wie Peter Schiller, Leiter der Polizeiinspektion 21, auf der Bürgerversammlung bekanntgab. Vor allem im Bereich Wohnungseinbrüche sei die Quote mit drei Stück im vergangenen Jahr „sehr niedrig“. Zwei von stadtweit 46 Tötungsdelikten fanden in Haidhausen statt, eines davon gilt als „versuchte Tötung“: Im Sommer wurde eine Frau mutmaßlich von ihrem Mann in der Nähe der Preysingstraße angeschossen, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Im Winter wurde ein 17-Jähriger am Rosenheimer Platz erstochen.

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