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Radweg-Zoff in Harlaching ‒ Warum eine Entscheidung des Stadtrats München die CSU so verärgert

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Von: Katrin Hildebrand

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Peter Ödinger (l.) und Ferdinand Brinkmöller wollen den bestehenden Radlstreifen zwischen Grün und Gehsteig beibehalten.
Peter Ödinger (l.) und Ferdinand Brinkmöller wollen den bestehenden Radlstreifen zwischen Grün und Gehsteig beibehalten. © Katrin Hildebrand

Die Entscheidung des Mobilitätsausschuss des Stadtrat München über neue Radwege verärgert die CSU. Es geht um viel Geld und eine vorangegangene Bitte des BA.

Ferdinand Brinkmöller (CSU) ist wütend. „Es wurde an BA und Bürgern vorbeientschieden“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Lokalgremiums in Untergiesing-Harlaching.

Grund für den Ärger: An der vierspurigen Sankt-Magnus-Straße sollen neue Radwege hin – dafür würde je ein Autostreifen wegfallen.

Brinkmöller und Parteikollege Peter Ödinger halten das für Geldverschwendung. „Seit 50 Jahren gibt es hier keine Probleme zwischen Radlern, Fußgängern und Autos. Warum wird hier sinnlos Geld investiert und nicht an Radl-Problemstellen wie dem Harlachinger Berg?“

Entscheidung des Stadtrats München über Radwege in Harlaching

Der Mobilitätsausschuss im Stadtrat hat die breiteren Radwege Ende Oktober beschlossen. Kostenpunkt: zwischen 3,8 und 4,5 Millionen Euro.

Der BA allerdings hatte die Stadt bereits im Juli darum gebeten, das Projekt zu verschieben, stattdessen Dringlicheres anzugehen. „Unsere Bitte wurde ignoriert, und so wird nun eine gute Situation verschlechtert“, ärgert sich Brinkmöller.

Er befürchtet nun Staus und die Behinderung der Krankenhauszufahrt. Zudem sei der neue Radweg nicht mehr durch einen Grünstreifen von parkenden Autos getrennt. Dadurch stiege die Gefahr für Radler, durch geöffnete Autotüren verletzt zu werden.

BA-Chef und Stadtrat Sebastian Weisenburger (Grüne) meint: „Der Stadtrat hat die Maßnahme nicht, wie vom BA gewünscht, zurückgestellt. Es wäre nicht unsere Top-Priorität gewesen. In der Gesamtschau betrachtet aber ist das Projekt im Rahmen des Radentscheids durchaus sinnvoll.“

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