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Trauer um zweiten Hotpants-Zwilling in München ‒ Christian Öhlschläger ist nach seinem Bruder gestorben

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Von: Jonas Hönle

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Eine Szene am Marienplatz: Die Öhlschläger-Brüder auf dem Weg vom Oberbürgerbmeister zum Wohnungsamt.
München trauert um Hotpants-Zwilling. Christan Öhlschläger (links) ist nach seinem Bruder Stefan gestorben. © mjh

München trauert um den zweiten Hotpants-Zwilling. Nach dem Tod seines Bruders ist nun auch die lokale Berühmtheit Christian Öhlschläger gestorben.

Die Öhlschläger-Zwillinge waren in München bekannt wie bunte Hunde - was auch an ihrer extravaganten Kleidung lag. Die Paradiesvögel trugen zu jeder Jahreszeit Hotpants in schrillen Farben, selbst im tiefsten Winter.

Nach dem Tod von Stefan Öhlschläger trauert die Stadt um Bruder Christian. Wie die tz berichtet, ist der 72-Jährige nun gestorben.

Trauer in München - Zweiter Hotpants-Zwilling Christian Öhlschläger ist tot

Die Hotpants-Zwillinge waren in München lokale Berühmtheiten. Es gab kaum einen Münchner, der sie nicht kannte.

Nicht nur mit ihren auffälligen Outfits sorgten sie für Aufsehen. Oft liefen sie laut streitend durch die Straßen, eckten mit ihrer ungewöhnlichen Art an. Das hinderte sie oft eine Wohnung zu erhalten, das ein oder andere Mal gab es Hausverbot.

Doch die gebürtigen Berliner waren unzertrennlich, es gab auch gute Zeiten. „Wir kommen aus gutem Haus. Unser Vater Heinz Gustav Hans Öhlschläger wurde in Berlin als Schauspieler Heinz Ohlsen berühmt,“ erzählten sie gegenüber Hallo München. „Wir wuchsen in Hannover in einer Architektenvilla auf.“ 

Seit einem Urlaub im Alter von sieben Jahren in den Bergen trugen sie konsequent kurze Hosen. „Der Körper gewöhnt sich ja dran.“

In den 70er Jahren zogen die gelernten Friseure dann nach München, wurden oft eingeladen und als Models gebucht. Seitdem bei Christian ein Tumor entdeckt wurde und sich Stefan schlecht von einem Hand- und Beinbruch erholte, änderte sich alles.

„Wir konnten nicht mehr arbeiten. Ich habe ein Aneurysma im Kopf, Stefan mag heute nicht mehr unter Menschen gehen, zu viel Schlimmes ist passiert,“ berichtete Christian. Es sei zu Alkohol, Drohungen sowie Schlägereien gekommen.

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