Unter sozialen Standards

Hunderte neue Wohnungen in Schwabing geplant: Gebäude aus 30ern soll Neubaukomplex weichen

Entlang der Leopoldstraße wurde bereits der erste Bauabschnitt errichtet: Neben dem Altbestand (links im Bild) gibt es schon einen Neubau mit 46 Miet-Wohnungen (rechts im Bild).
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Entlang der Leopoldstraße wurde bereits der erste Bauabschnitt errichtet: Neben dem Altbestand (links im Bild) gibt es schon einen Neubau mit 46 Miet-Wohnungen (rechts im Bild).

Ein Gebäudekomplex im Schwabinger Norden soll einem Neubau mit 292 Wohnungen weichen – und das sozialverträglich, so das große Versprechen.

Schwabing - Im Norden des Viertels, gleich unterhalb des Mittleren Rings – zwischen Leopold-, Schenkendorf- und Wilhelm-Hertz-Straße – ist ein großes Wohnbauprojekt geplant: Dabei sollen 292 neue Miet-Wohnungen entstehen.

Das bisherige Gebäudeensemble aus dem Jahr 1939 muss dafür Schritt für Schritt weichen. Denn: Sanierungen seien aufgrund der alten, baujahrestypischen Substanz technisch und statisch nicht machbar, so die GWG-Gruppe, der das Quartier seit 2005 gehört.

Das ursprüngliche Gebäudeensemble beinhaltete 194 Wohneinheiten, darunter hauptsächlich Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 40 bis 50 Quadratmetern sowie einige Wohnungen mit bis zu 3,5 Zimmern.

Allen Bewohnern werde Übergangswohnung angeboten

„Künftig sind neben Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen auch über die Hälfte der Wohneinheiten als Drei- oder Vier-Zimmer-Wohnungen vorgesehen“, erklärt GWG-Sprecherin Carolin Arnolds gegenüber Hallo. Man wolle so vor allem Familien die Möglichkeit zur Vergrößerung bieten. Sie betont auch: „Unser Ziel ist es, unseren Mieterbestand zu halten.“

Derzeit wohnen etwa 300 Menschen im Quartier, so die Sprecherin. Etwa 65 Wohnungen stünden aufgrund der geplanten Arbeiten aktuell leer. „Wir versuchen, die Bewohnerinnen und Bewohner auch während der Baumaßnahmen in unserem Quartier zu halten, sodass wir immer ausreichend Umzugswohnungen‘ vorhalten.“

Der konkrete Plan: Allen Bewohnern werde eine Übergangswohnung zu den gleichen Konditionen wie bisher angeboten, die Umzugskosten übernehme die GWG-Gruppe. Danach hätten alle Bestandsmieter die Möglichkeit, die neuen Wohnungen zu vergünstigten Konditionen zu beziehen.

Was bisher für das Quartier geplant ist:

Erste Erfahrungen habe man bereits im ersten Bauabschnitt sammeln können: Ein Gebäudeteil an der Leopoldstraße 214 bis 216 hat die GWG bereits abgerissen und neu gebaut.

Im Quartier gibt es derzeit außerdem fünf Gewerbeeinheiten. „Auch künftig ist ein gewisser Gewerbeanteil geplant“, sagt Arnolds. Zudem: ein ansprechender Innenhof mit Grün- und Gemeinschaftsflächen, ein Spielplatz sowie Dachbegrünungen.

Eine genaue Zeitplanung gibt es noch nicht. „Die geschieht in Abhängigkeit der Erteilung der Baugenehmigung und in Abstimmung mit der Lokalbaukommission.“

Dem zuständigen Bezirksausschuss hat die GWG-Gruppe die Pläne bereits proaktiv vorgestellt. Das Viertelgremium um BA-Chef Patric Wolf befand die Pläne für gut – „wenn die sozialen Standards auch eingehalten werden“, betont der CSUler gegenüber Hallo München.

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