Gefahrstellen endlich beseitigen

An der Isar lauert der Tod ‒ Entschärfung der Querbauten an Münchner Marienklause gefordert

Die Querbauten an der Marienklause: Wo sich Auer Mühlbach und Isar trennen, ist das Baden wegen Gefahr eigentlich verboten.
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Die Querbauten an der Marienklause: Wo sich Auer Mühlbach und Isar trennen, ist das Baden wegen Gefahr eigentlich verboten.

An der Marienklausenbrücke bildet die Isar eine gefährliche Wasserwalze, die für Schwimmer tödlich sein kann. Die Gefahr soll mit einem Umbau gebannt werden.

  • Verein warnt vor Gefahr an der Marienklausenbrücke in München.
  • Die Isar bildet dort eine gefährliche Wasserwalze.
  • Ein Umbau an der Marienklause soll mögliche Tode verhindern.

An der Marienklausenbrücke lauert der Tod. Dort bildet die Isar eine Unterströmung. Diese kann Schwimmer in eine gefährliche Wasserwalze ziehen. Erst im August ist ein 14-Jähriger an der Stelle verunglückt.

Das „Münchner Forum“, ein Verein, der sich für Bürgerbeteiligung einsetzt, fordert Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nun in einem Brief auf, die Stelle – an der Baden eigentlich ohnehin verboten ist – entschärfen zu lassen. Auch der Bayerische Kanuverband will den Umbau der dortigen Queranlagen.

Gefahr an der Marienklause in München - Isar bildet gefährliche Wasserwalze

Die Gefahr an der Marienklause war aktuell auch Thema im BA Untergiesing-Harlaching. Ferdinand Brinkmöller (CSU), zweiter stellvertretender Vorsitzender, fordert, mehr Rettungsringe. anzubringen. An der Stelle des Dükers besteht höchste Gefahr. Dort wird der Auer Mühlbach am rechten Ufer aus der Isar ausgeleitet.

Bei höherem Wasserstand bildet sich eine Wasserwalze, die für Schwimmer tödlich sein kann. „Genau dort gibt es keinen Rettungsring“, so Brinkmöller. Kanuverband und „Münchner Forum“ fordern, die bisherigen Querbauten durch „Raue Rampen“ zu ersetzen. Diese überwinden das Flussgefälle weniger abrupt als etwa Wehre. Das Münchner Forum verspricht sich von den Rampen „zugleich die ökologische Durchgängigkeit der Isar“.

Brinkmöller hält davon jedoch nichts: „Ich kann in einer Großstadt nicht alles zu 100 Prozent sicher machen. Gerade wenn es um Naturgewalten geht, müssen die Menschen lernen, deren Gefahren einzuschätzen und sich entsprechend zu verhalten.“

Um die Gefahrenlage besser beurteilen zu können, will der BA erst die Wasserwacht konsultieren. Diese konnte auf Hallo-
Anfrage noch keine konkrete Einschätzung zu den Umbau-Forderungen abgeben.

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