1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Jobcenter über Arbeitslosigkeit, Geflüchtete aus der Ukraine und das Bürgergeld ‒ Aktuelle Zahlen in München

Erstellt:

Von: Jonas Hönle

Kommentare

Agentur für Arbeit und Jobcenter
Das Jobcenter informiert über Arbeitslosigkeit, Geflüchtete aus der Ukraine und das neue Bürgergeld in München. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Arbeitslosigkeit, Geflüchtete aus der Ukraine und das neue Bürgergeld ab 2023 ‒ darüber informiert das Jobcenter München in seinem Halbjahresbericht.

München ‒ In München sind rund 74.600 Menschen auf die Leistungen durch das Jobcenter angewiesen. Das teilte die Agentur heute dem Sozialausschuss des Stadtrats in seinem Halbjahresbericht 2022 zur Arbeitslosigkeit mit.

Arbeitslosigkeit in München ‒ Der Halbjahresbericht 2022 vom Jobcenter

Die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften war zwar im Vergleich zum August (aktuellster Wert) leicht rückläufig, ist aber im Vergleich zum Zeitraum vor der Corona-Pandemie um 11,6 Prozent, die der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 11,7 Prozent angestiegen.

Bei der Langzeitarbeitslosigkeit zeigt sich jedoch eine erfreuliche Entwicklung. In München sind aktuell 9843 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet, davon befinden sich rund 8681 Personen in der Betreuung des Jobcenters München.

Dies entspricht einem Rückgang um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Jobcenter München betreut Geflüchtete aus der Ukraine

Seit Juni 2022 werden Menschen aus der Ukraine im Jobcenter München betreut. Bislang sind rund 7900 Geflüchtete älter als 15 Jahre im Jobcenter München registriert. Davon sind über 3000 Menschen als arbeitslos gemeldet. Der Anteil an Frauen beträgt hierbei annähernd 75 Prozent.

Bei Bedarf erhalten sie Leistungen zum Lebensunterhalt sowie Zahlungen für Miete und Heizung sowie Beratungen zur Arbeitsaufnahme sowie den Zugang zu allen Förder- und Qualifizierungsangeboten.

Das Jobcenter München unterstützt bei der Anerkennung der Berufsabschlüsse und arbeitet eng mit anderen Behörden und Kooperationspartnern aus dem Bereich Flucht und Migration zusammen.

Die vorrangige Aufgabe des Jobcenters München besteht darin, den Geflüchteten schnellstmöglich einen Zugang zu den Integrationskursen zu ermöglichen. Bislang nehmen 2890 Geflüchtete aus der Ukraine an den Integrations- und Sprachkursen teil. Weitere 1000 Menschen aus der Ukraine sind bei einer Sprachschule angemeldet und warten auf den zeitnahen Kursbeginn.

Kein Antrag für Bürgergeld ab Januar 2023 nötig

Mit der Einführung des Bürgergelds zum 1. Januar 2023 wird die Grundsicherung für Arbeitssuchende reformiert und an die Entwicklungen des Arbeitsmarktes sowie an die veränderten Lebensumstände der Menschen angepasst.

Für das Bürgergeld ist kein neuer Antrag nötig. Personen, die über den Jahreswechsel hinaus Leistungen vom Jobcenter München beziehen, erhalten automatisch den höheren Regelsatz.

Wir begrüßen die Einführung des Bürgergelds ausdrücklich und halten die Reform auch für zwingend notwendig. Mit rund 60 Prozent verfügt ein Großteil der Menschen, die von uns Leistungen beziehen, über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Der Kerngedanke des neuen Gesetzes, die Menschen vorrangig für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, ist daher nur konsequent und erweitert unsere Fördermöglichkeiten.

Anette Farrenkopf, Geschäftsführerin des Jobcenters München

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare