Gymnasium zieht ins Grüne 

Nach jahrelanger Enge am Münchner Jakobsplatz: Jüdische Schule findet neue Heimat am Fasangarten

Die Europäische Grundschule ist erst im Jahr 2019 eingeweiht worden.
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Die Europäische Grundschule ist erst im Jahr 2019 eingeweiht worden.

Das Helene-Habermann-Gymnasium befand sich bis vor den Sommerferien noch im Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz. Nun bezog es einen neuen Standort im Südosten von München.

Fasangarten - Die Entscheidung ist ganz kurzfristig gefallen. Als die Schüler vor sechs Wochen in die Ferien starteten, wussten sie nicht, wo sie im ab Herbst lernen würden. Erst im Laufe des August stand fest, dass das Helene-Habermann-Gymnasium zur Europäischen Schule am Fasangarten ziehen kann.

„Es war eine Zitterpartie“, sagt Miriam Geldmacher, Direktorin des Gymnasiums. „Schließlich wussten wir bereits zu Beginn des vergangenen Schuljahrs, dass es am bisherigen Standort am St.-Jakobs-Platz nicht weitergehen kann.“ Umso größer war die Freude, als Lehrer und Jugendliche erfuhren, dass sie nach Jahren der Enge endlich Platz haben würden.

Das Helene-Habermann-Gymnasium existiert seit 2016. Träger ist die Israelitische Kultusgemeinde. Besucht wird es von jüdischen und nichtjüdischen Schülern. Seit Gründung befand es sich im Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz.

Direktorin des Gymnasiums: Miriam Geldmacher.

Anfangs gab es nur drei Räume, zwei Klassenzimmer, ein Büro. Zwar kamen Räume hinzu, doch der Platz reichte nicht. So mussten Klassen ins nahe Stadtmuseum ausweichen. Die Pausen fanden mitten auf dem Jakobsplatz statt.

Nun beziehen die knapp 100 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn eins der Teilgebäude der Europäischen Grundschule am S-Bahn-Halt Fasangarten. Deren Direktor Anton Hrovath heißt die neuen Nachbarn willkommen: „Beide Schulen sind einmalig in Bayern. Wir wollen kein Nebeneinander, sondern ein Miteinander.“

Gemeinsam genutzt werden nun Turnhallen, Fußballplatz, Pausenhof und Mensa. Eine Gymnasiastin sagt: „Wir freuen uns auf vor allem auf die großen Klassenzimmer.“

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