Insgesamt zwölf Fälle

Mittlerer Ring in München: Kinder werfen Steine und Eier auf fahrende Autos ‒ Polizei findet Smartphone-Video

Die Münchner Polizei ist auf der Suche nach mehreren Kindern, die Autos mit Steinen und Eiern beworfen haben sollen.
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Die Münchner Polizei ist auf der Suche nach mehreren Kindern, die Autos mit Steinen und Eiern beworfen haben sollen.

In München kam es seit ein paar Wochen zu gefährlichen Eingriffen in den Verkehr auf dem Mittleren Ring. Wiederholt wurden Autos mit Steinen und Eiern beworfen.

  • Auf dem Mittleren Ring in Untergiesing kam es zu mehreren Angriffen auf Autos.
  • Mehrere Fahrzeuge wurden wohl von Kindern mit Eiern und Steinen attackiert.
  • Die Münchner Polizei fahndet nun.

Update: 30. März 2021

Seit Anfang März ermittelt die Polizei München wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr am Mittleren Ring. Immer wieder wurden sowohl Eier als auch Steine auf Autos geworfen.

Am Sonntag griff die Polizei zwei Kinder in der Nähe des Tatorts auf. Sie wurden schon vorher beobachtet, wie sie Steine an anderen Plätzen umherwarfen.

Die beiden Kinder mit Wohnsitz in München trugen Steine und weitere Gestände bei sich, die nach Einschätzung der Polizei als Wurfgeschoss geeignet seien.

Kinder werfen am Mittleren Ring Steine auf Autos

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, fanden die Beamten bei den 12 und 13 Jahre alten Jungen auch ein Smartphone-Video, das die beiden Kinder bei den Würfen am Mittleren Ring zeigt. Nun werde ermittelt, ob die Buben für weitere Stein- und Eierwürfe auf Autos und einen Linienbus verantwortlich sind. 

Mit einem Strafverfahren müssen die beiden Kinder nach Angaben eines Polizeisprechers aufgrund ihres Alters nicht rechnen.

Sie wurden ihren Eltern übergeben. Die Smartphones der beiden Jungen behielten die Ermittler für die weitere Spurensicherung.

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Kinder werfen Steine und Eier auf fahrende Autos - Polizei nimmt Fahndung auf

Update: 23. März 2021

Untergiesing - Seit Montag, 15. Februar, wurden der Polizei insgesamt zwölf Fälle gemeldet, bei denen bislang unbekannte Täter jeweils in den Nachmittags- und frühen Abendstunden Steine und Hühnereier auf fahrende Kraftfahrzeuge warfen.

In zehn der zwölf Fälle fuhren die Fahrzeuge auf dem Mittleren Ring und wurden am Ende des Candidtunnels auf Höhe des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße von oben beworfen. In zwei Fällen wurden die Fahrzeuge beworfen, während sie auf der Candidstraße im Bereich des Oxnerweges fuhren.

Wiederholt konnten Verkehrsunfälle nur knapp vermieden werden, da insbesondere durch die Eierwürfe die Windschutzscheiben kurzfristig beschmutzt wurden und dadurch die Sicht stark beeinträchtigt war.

Bei einigen Taten konnten zwei bis drei Jugendliche als Werfer beobachtet werden. Eine Beschreibung der Tatverdächtigen liegt bislang nicht vor. Bislang wurden keine Fahrzeuginsassen durch die Angriffe verletzt.

Es kam jedoch zu teilweise erheblichen Beschädigungen an den Fahrzeugen (z.B. an Windschutzscheiben und Dächern; Schadenhöhen von mehreren Tausend Euro). Die Münchner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen unter anderem wegen mehrerer Verbrechen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr übernommen.

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere weitere Fahrzeugführer, deren Fahrzeuge im genannten Bereich ebenfalls mit Gegenständen beworfen wurden, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Erstberichterstattung vom 9. März:

Bereits am Dienstag, 2. März, gegen 18:10 Uhr, verständigte ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Erding die Polizei, weil er von bislang unbekannten Tätern in seinem fahrenden Auto (BMW) in der Candidstraße mit Eiern beworfen wurde. Dabei wurde die Windschutzscheibe des Pkw getroffen.

Eine Fahndung der eingesetzten Streifen der Münchner Polizei verlief erfolglos. Am Samstag, dem 6. März, gegen 17:15 Uhr, wurde die Polizei erneut verständigt, weil ebenfalls auf der Candidstraße, ungefähr auf der Höhe der Haltestelle Candidplatz ein Bus der Linie 54 von sechs bis sieben Jugendlichen mit Eiern beworfen wurde.

Vor Ort ergaben erste Ermittlungen, dass die flüchtigen Tatverdächtigen zwischen zehn und elf Jahre alt waren und der Bus der Linie X30 auch mit Steinen beworfen wurde. Dabei entstand ein Sachschaden an der vorderen Stoßstange des Linienbusses.

Eine eingeleitete Fahndung führte jedoch nicht zum Auffinden der Täter. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen wegen Vergehen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr übernommen. Gegenstand der Ermittlungen wird ebenfalls sein, ob die beiden Taten zusammenhängen.

Polizeipräsidium München/dpa/fb

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