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Klima-Aktivisten übergießen sich in München mit Kleber ‒ Straßen-Protest wegen Wetter misslungen?

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Von: Jonas Hönle

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Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ haben sich in München mit Kleber übergossen, um auf die „Absurdität der Protest-Verbots“ hinzuweisen.
Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ haben sich in München mit Kleber übergossen, um auf die „Absurdität der Protest-Verbots“ hinzuweisen. © Peter Kneffel/dpa

Die „Letzte Generation“ will sich von dem Verbot für Klebe-Protest auf Straßen in München nicht einschüchtern lassen. Ein Banner kündigt wohl eine neue Aktion an.

München ‒ Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ haben sich heute in der Innenstadt von München mit Kleber überschüttet und wohl eine weitere Aktion am nächsten Dienstag angekündigt.

Auf einem Banner vor den zwei Protestierenden in Neoprenanzügen auf der Von-der-Tann-Straße wurde das bisher noch unbekannte Ereignis in der in der nächsten Woche ankündigt: „Was wird Dienstag wohl passieren?”

„Was wird Dienstag wohl passieren?” Mit einem Banner weisen Klima-Aktivisten wohl auf ein bislang unveröffentlichtes Ereignis in der nächste Woche hin.
„Was wird Dienstag wohl passieren?” Mit einem Banner weisen Klima-Aktivisten wohl auf ein bislang unveröffentlichtes Ereignis in der nächste Woche hin. © „Letzte Generation“

Klima-Aktivisten überschütten sich auf Straße in München mit Kleber - Banner weist wohl auf Aktion in der nächsten Woche hin

Der Versuch sich auf der Straße festzukleben, sei nach Angaben der Polizei wegen des nasskalten Wetters gescheitert. Zwei Menschen hätten probiert, sich in unmittelbarer Nähe der Staatskanzlei auf einer Fahrbahn festzukleben, sagte ein Polizeisprecher. „Das Kleben hat aber witterungsbedingt nicht funktioniert.“ Die Polizei habe den Verkehr umgeleitet.

Mit der heutigen Aktion wollten die Aktivisten auf die Absurdität des Verbots für Klebe-Proteste auf Straßen in München hinweisen, teilte die Gruppe am Mittwoch mit. Die Landeshauptstadt hatte diese per Allgemeinverfügung bis zum 08. Januar untersagt.

Dementsprechend verstoße wohl auch der Protest am Mittwoch gegen diese Regel, auch wenn es nur beim Versuch bleibe, sagte ein Polizeisprecher am Vormittag. Welche Konsequenzen drohen, entscheide in dem Fall aber die Stadt München. Die Polizei werde ebenfalls „Folgemaßnahmen“ ergreifen.

Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ wollen sich von Protest-Verbot in München nicht einschüchtern lassen

Von Verboten und Gefängnisstrafen würden sich die Aktivisten nicht abhalten lassen. Nach eigen Angaben befinden sich weiterhin neun Unterstützer in bayerischen Gefängnissen in Präventivhaft.

Einer der Aktivistinnen der heutigen Kleber-Aktion in der Nähe des Prinz-Carl-Palais erklärt: „Wir gehen täglich für das Überleben unserer Kinder auf die Straße. Es ist absurd zu denken, man könnte uns von diesem überlebenswichtigen Vorhaben durch ein einfaches Verbot abhalten.“

„Das Verbot einer demokratischen Protestform zeigt lediglich die Unfähigkeit der Regierung, angemessen auf die drohende Klimahölle zu reagieren und unseren einfachen, überlebenswichtigen Sicherheitsmaßnahmen nachzukommen,“ sagt ein Sprecher der „Letzten Generation“.

Die Forderungen nach ersten Sicherheitsmaßnahmen gegen den drohenden Klimakollaps blieben unverändert: die Rückkehr des 9-Euro-Tickets und ein Tempolimit von 100 km/h auf allen deutschen Autobahnen.

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