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Protest in München: Klima-Aktivisten kleben sich am Stachus fest und steigen an Autobahnen auf Schilderbrücken

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Von: Jonas Hönle

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Protest der Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ am Stachus in München.
Erneuter Protest der Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ am Stachus in München. © Matthias Balk/dpa

Bei einer Protest-Aktion in München kleben sich Klima-Aktivisten auf eine Straße am Stachus fest uns steigen an Autobahnen auf Schilderbücken....

Update: 05. Dezember

Protest und Straßen-Blockade in München ‒ Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ kleben sich auf Straße am Stachus

München ‒ Wie bereits angekündigt, haben Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ in München am Montag eine Protest-Aktion gestartet und sich auf eine Straße am Stachus festgeklebt. Neun Personen sind an der Straßen-Blockade beteiligt, teilt ein Sprecher der Polizei mit.

Sie trugen Warnwesten und machten mit Plakaten auf ihre Klimapolitik-Forderungen aufmerksam. Der Verkehr sei umgeleitet worden, die Behinderungen aber „moderat“. Etwa 50 Beamte seien im Einsatz, hieß es laut dpa.

Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, hatte die Stadt München nach der Ankündigung der Aktivisten-Gruppe einen Auflagenbescheid für die Versammlung erstellt. Das Festkleben auf der Straße habe jedoch gegen diese Auflagen verstoßen. Es sei derzeit nicht geplant, den Protest aufzulösen.

Unter den Protestierenden seien auch Aktivisten, die bereits wegen solcher Aktionen in Gewahrsam waren oder zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, teilte die „Letzte Generation“ mit.

Eine Sprecherin sagt: „Wir lassen uns nicht davon abhalten, von der Regierung die Einhaltung der Verfassung einzufordern. Weder Hundertschaften der Polizei noch Gefängnisstrafen werden uns daran hindern mit immer mehr Menschen immer wieder zu kommen. In dieser lebensgefährlichen Notlage, in der Milliarden Menschenleben akut bedroht sind, gibt es keine Neutralität mehr.”

Klima-Aktivisten auf Schilderbrücke bei A96 und A9

Auch auf der Autobahn A96 von Lindau nach München kommt es aufgrund von Klima-Aktivisten zu Einschränkungen im Verkehr. Wie der ADAC berichtet, sind die zwischen Gräfelfing und Blumenau auf eine Schilderbrücke geklettert. Die Polizei und Kräfte zur Störungsbeseitigung seien vor Ort. Nach Angaben der Polizei waren insgesamt 150 Beamte im Einsatz.

Auf der Autobahn A9 kommt es wegen Personen auf Schilderbrücken zu Beeinträchtigungen. Die Polizei ist vor Ort, der Verkehr Richtung Nürnberg wird laut ADAC auf Höhe Kreuz München-Nord abgeleitet.

Auf der A9 Richtung München ist laut ADAC zwischen Kreuz München Nord und Schwabing die Richtungsfahrbahn gesperrt. Auch hier leitet die Polizei den Verkehr ab.

Am Dienstag kommt es auf der Autobahn A9 und A96 wegen Klima-Protesten erneut zu Staus.

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Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ kündigen ab Montag Proteste an ‒ Straßen-Blockade in München geplant

Erstmeldung: 02. Dezember

München ‒ Nach einer kurzen Unterbrechung haben die Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ weitere Proteste in München und Berlin angekündigt. Ab Montag wolle man den Alltag der Gesellschaft stören, dazu werde es auch wieder symbolische Aktionen geben.

Ziel seien „Adern der Gesellschaft“, etwa Verkehrsverbindungen, und „dort wird es weiter an allen Ecken und Enden Unterbrechungen geben“, sagte einer der Mitgründer der Gruppe laut dpa am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Wieder Protest-Aktionen ab Montag ‒ Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ kündigen Straßen-Blockade am Stachus an

Ein junger Mann aus München, der nach eigenen Angaben fast einen Monat im Gefängnis saß, kündigte eine große Blockade-Aktion an: am Montag um 8.00 Uhr an der „Straße am Karlsplatz Richtung Norden, direkt am Taxistand Stachus Ost“. Hinter dieser konkreten Ansage verberge sich keine bestimmte Taktik, versicherte die Gruppe. Man rufe alle Menschen dazu auf, mitzumachen.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums München sagte: „Wir werden uns natürlich entsprechend darauf vorbereiten. Störaktionen werden wir unterbinden oder zumindest zu verhindern versuchen. Aber das muss man vor Ort bewerten. Natürlich kann es auch sein, dass sie woanders auftauchen. Uns wäre es lieber, wenn man eine Versammlung anmeldet und dort kundtut, was man eigentlich will. Aber darüber gibt es wohl verschiedene Auffassungen.“

Die Gruppe blockiert seit Beginn des Jahres immer wieder Straßen durch festgeklebte Demonstranten und sorgte auch mit anderen Aktionen für Aufsehen. In Berlin und München wurden inzwischen viele Blockierer zu Geldstrafen verurteilt.

In Bayern wurden einige vorbeugend in Gewahrsam genommen, weil sie weitere Störungen angekündigt hatten. Die Gruppe fordert unter anderem ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen und ein Neun-Euro-Bahnticket für ganz Deutschland.

Kritik an Protesten der Klima-Aktivisten - „Nicht nur nicht verständlich, sondern auch hochgefährlich“

Viele Politiker äußerten Verständnislosigkeit für die Form des Protests. Die Innenminister der Bundesländer wollen sich nach Angaben des bayerischen Ressortchefs Joachim Herrmann rasch und umfassend einen Überblick über die Störungen verschaffen.

Man sei sich im Kreise der Innenministerkonferenz (IMK) einig, dass „erhebliche Straftaten“ der Gruppe bekämpft werden müssten, sagte der CSU-Politiker im ZDF.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte kürzlich zu den Protesten gesagt: „Ich kann diese Aktionen nicht nachvollziehen, sie sind nicht nur nicht verständlich, sondern auch hochgefährlich, wie man das zum Beispiel bei den Aktivitäten am BER hat genau sehen können.“

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