Auswertung einer aktuellen Umfrage

Wie wird die Klimakrise in München wahrgenommen? FOM-Studie zeigt Furcht vor Katastrophe

Eine aktuelle Umfrage der Hochschule FOM in München zur Klimakrise zeigt: Münchner glauben, eine Katastrophe steht bevor. Bereitschaft zum Verzicht besteht aber weniger.
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Eine aktuelle Umfrage der Hochschule FOM in München zur Klimakrise zeigt: Münchner glauben, eine Katastrophe steht bevor. Bereitschaft zum Verzicht besteht aber weniger.

Eine in München durchgeführte Umfrage der FOM Hochschule zeigt: Münchner wissen um die Gefahren der Klimakrise. Die Bereitschaft zum Verzicht ist aber gering.

München - Schmelzende Gletscher, steigender Meeresspiegel, zunehmende Erderwärmung: Die Auswirkungen des Klimawandels werden Jahr für Jahr sichtbarer. Doch wie stehen die Menschen in der Landeshauptstadt München zur Klimakrise? Und vor allem: Inwiefern sind sie bereit, sich zum Schutz der Natur und Umwelt im Alltag einzuschränken?

Hochschule FOM führt Umfrage zum Klimawandel in München - Viele glauben an Katastrophe, wollen Verhalten aber nicht ändern

Studierende der FOM Hochschule haben unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie und Statistik 1099 Münchnerinnen und Münchner zu ihrer ökologischen Einstellung befragt. Dabei zeigt sich: Der Großteil geht davon aus, dass wir aktuell auf eine ökologische Katastrophe zusteuern. Umso überraschender ist es, dass die Mehrheit der Befragten das eigene Verhalten in Bezug auf Ernährung, Mobilität und Reisen nicht ändern will. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.

FOM-Umfrage zur Klimakrise in München: Wenig Bereitschaft zum Verzicht auf Tierprodukte

Dass die industrielle Tierhaltung zum Klimawandel beiträgt, ist weithin bekannt. Dennoch werden Würstchen, Schnitzel und Co. auch in Zukunft auf vielen Tellern landen: Nur 38 Prozent der befragten Münchnerinnen und Münchner haben vor, der Umwelt zuliebe vermehrt auf Fleisch zu verzichten – im Vergleich liegen sie damit leicht über dem Bundesdurchschnitt (35%). Rund ein Drittel der Befragten (32%) in München ist bereit, beim Konsum von Tiererzeugnissen wie Käse, Milch und Eiern einzuschränken.

FOM-Umfrage zur Klimakrise in München: Gerne zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs, aber kein Verzicht auf das Auto

Beim Thema Mobilität zeigt sich in der Landeshauptstadt eine größere Bereitschaft, auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen: 63 Prozent möchten vermehrt versuchen, zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nutzen.

Aber: Weniger als die Hälfte der Befragten (48%) plant, in Zukunft verstärkt auf das Auto zu verzichten. Bei der Frage nach einem Verzicht auf Urlaubsflüge zugunsten eines Urlaubs in der Region gaben nur noch 32 Prozent an, dazu bereit zu sein – in der Generation Z (12-24 Jahre) sind dies sogar nur 15 Prozent.

FOM-Umfrage zur Klimakrise in München: Ökologische Katastrophe steht bevor

Dabei sind sich die Menschen in München der ökologischen Krise und ihrer möglichen Konsequenzen durchaus bewusst: Mehr als drei von vier Befragten (77%) sind überzeugt, dass die Menschheit schon bald eine große ökologische Katastrophe erlebt – sollten die Dinge weiterlaufen wie bisher.

37 Prozent sind ganz besonders pessimistisch: Sie glauben nicht daran, dass der menschliche Einfallsreichtum die Bewohnbarkeit der Erde sicherstellen wird. Demgegenüber hält gut jeder Fünfte (22%) die ökologische Krise für stark übertrieben.

FOM-Umfrage zur Klimakrise in München: Gute Vorsätze bei Energieverbrauch und Kaufverhalten

Immerhin: In einigen Bereichen sind die Münchnerinnen und Münchner eher bereit, ihr Verhalten zum Wohle der Natur zu ändern – beispielsweise beim Energieverbrauch. So hat sich die Mehrheit für die Zukunft fest vorgenommen, sparsamer mit Beleuchtung (68%) und Wasser (67%) umzugehen sowie niedrigere Temperaturen beim Heizen und Waschen einzustellen (56% bzw. 53%).

Ein Großteil überdenkt auch das eigene Kaufverhalten: Acht von zehn Befragten (80%) in München planen, vermehrt auf qualitativ hochwertige Produkte mit längerer Haltbarkeit zu setzen. 67 Prozent möchten außerdem öfter versuchen, beschädigte Dinge zu reparieren. Deutlich mehr als die Hälfte (61%) der Münchner Bürgerinnen und Bürger hat zudem den Vorsatz gefasst, grundsätzlich weniger zu kaufen.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage können auf der Homepage der Hochschule FOM nachgelesen werden.

Quelle: FOM Hochschule

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