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Kritische Corona-Lage: Neun weitere Krankenhäuser in München und im Landkreis müssen Behandlungen verschieben

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Ein Bett auf der Intensivstation wird für einen Corona-Patienten vorbereitet.
Intensivbetten in den Kliniken in München und im Landkreis werden für Corona-Patienten und Notfälle reserviert © Sina Schuldt/dpa

Neun Krankenhäuser in München und im Landkreis müssen stationäre Behandlungen verschieben und Intensivbetten für Notfall- und Corona-Patienten reservieren.

Update: 30. November

In neun Krankenhäusern in München und im Landkreis werden aufschiebbare stationäre Behandlungen ausgesetzt. Grund dafür ist die kritische Corona-Lage, wie die Regierung von Oberbayern mitteilt.

Diese Kliniken hätten Corona-Patienten bislang nicht oder nur untergeordnet behandelt. Wie zuvor schon die Covid-Schwerpunkt-Krankenhäuser (siehe Erstmeldung vom 17. November), sollen sie nun ebenfalls Intensivbetten für Notfälle, Corona-Fälle und Patienten, deren planbare Behandlung aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann, reservieren.

Kliniken in München und im Landkreis reservieren Intensivbetten für Corona-Patienten und Notfälle reserviert

Oberstes Ziel der Anordnung sei es, die stationäre Kapazitäten für die Versorgung aller Notfall- und Intensivpatienten sicherzustellen.

Die aktuelle Anordnung gilt bis einschließlich 10. Januar 2022 für folgende Krankenhäuser:

Laut Mitteilung der Regierung von Oberbayern, seien die Anordnungen aufgrund der angespannten Corona-Lage erforderlich. Die Intensivbetten seien trotz Schaffung zusätzlicher Kapazitäten durch das ungebremste Wachstum des Infektionsgeschehens fast völlig ausgelastet.

Eine Verlegung von Notfällen innerhalb Bayerns sein aktuell kaum möglich, weshalb Corona-Patienten nach dem Kleeblatt-Konzept in andere Bundesländer verlegt werden.

Weiterhin gilt: Medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen sind von der Anordnung nicht erfasst. Über die medizinische Dringlichkeit entscheiden die behandelnden Ärzte.

Soweit aufgrund der Anordnung bereits geplante Behandlungen abgesagt werden müssen, werden die betroffenen Patienten darüber von den jeweiligen Krankenhäusern informiert.

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Behandlungen in München verschoben ‒ Kliniken reservieren Intensivbetten für Corona-Patienten und Notfälle

Erstmeldung: 17. November

Die Corona-Inzidenz in München und Bayern steigt weiterhin rasant an und die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich immer weiter zu. Angesichts der angespannten Situation hat die Regierung von Oberbayern alle Corona-Schwerpunkt-Kliniken im Regierungsbezirk verpflichtet, die Kapazität an Intensivbetten für Notfall-Patienten zu reservieren. Das seien sowohl Corona-Fälle als auch Patienten, deren planbare Behandlung aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann.

Ziel sei es, eine ausreichende medizinische Versorgung aller Patienten sicherzustellen, die durch medizinische Notfälle – wie beispielsweise Schlaganfall und Herzinfarkt – aber auch durch schwere COVID-Erkrankungen betroffen sind.

Die Intensivbetten in Oberbayern seien zu 94 Prozent ausgelastet und auch immer mehr Normalbetten werden von Corona-Patienten belegt.

Kliniken in München müssen Intensivbetten für Corona-Patienten und Notfälle reservieren

Nach Stufe 3a des Notfallplans zur Corona-Pandemie sei von allen anderen, unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren, stationären Behandlungen abzusehen. Dazu gehören beispielsweise orthopädische Eingriffe wie Knie- oder Hüftoperationen bei Gelenkverschleiß. Medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen sind von der Anordnung nicht erfasst.

Patienten, deren Behandlungen verschoben wird, werden von den jeweiligen Krankenhäusern informiert. Über die medizinische Dringlichkeit entscheiden die behandelnden Ärzte.

Maria Els, die Regierungspräsidentin von Oberbayern, appelliert an die Bevölkerung weiterhin Vorsicht walten zu lassen und die Corona-Regeln zu beachten.

Halten wir zusammen! Lassen Sie sich impfen, soweit noch nicht geschehen! Denken Sie rechtzeitig auch an eine Auffrischungsimpfung! Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung kann es gelingen, auch die vierte Infektionswelle zu bewältigen.

Maria Els

Die Anordnung gilt für folgende Corona-Schwerpunkt-Krankenhäuser bis einschließlich 10. Januar 2022.

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