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Halten in Zukunft Regionalzüge am Kolumbusplatz? ‒ Verband hat große Pläne für Münchner ÖPNV

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Von: Katrin Hildebrand

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Eine Brücke führt den Südring über den Kolumbusplatz. Am Geländedurchbruch könnten Bahnsteige entstehen.
Eine Brücke führt den Südring über den Kolumbusplatz. Am Geländedurchbruch könnten Bahnsteige entstehen. © Bodmer

Bei den Lokalpolitikern aus dem Münchner Osten nehmen die Pläne zum Ausbau des ÖPNV nun Fahrt auf – VCD München schöpft Hoffnung für Bahnhof am Kolumbusplatz.

München-Ost - Bisher halten dort zwei U-Bahn-Linien und Busse. Bald allerdings könnten am Kolumbusplatz Züge stoppen. Das zumindest schwebt dem Verkehrs­club Deutschland (VCD) schon länger vor. Nun erhält der Plan Aufwind. Nach einem Vorstoß von Grünen/SPD im BA Au-Haidhausen hat nun die Stadtratsfraktion CSU/ Freie Wähler bei der Verwaltung den Antrag eingereicht, vor Ort eine Zugstation zu prüfen. Wolfram Liebscher vom VCD München sprach mit Hallo über den Plan.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Regionalzüge am Kolumbusplatz: VCD München und BA fordern Prüfung durch Stadt

Herr Liebscher, die Idee besteht schon länger. Warum schwappt sie jetzt wieder hoch?

München hat sich hohe Klimaziele gesetzt: Dazu gehört auch der Ausbau des umweltverträglichen Verkehrs. Aber wie soll man das erreichen? Allein übers Rad geht es nicht. Die einzige Lösung ist, den ÖPNV auszubauen.

Und wie soll das konkret am Kolumbusplatz funktionieren?

Der Eisenbahn-Südring führt dort vorbei. Mit wenig Aufwand könnten die Regionalzüge oberirdisch am Kolumbusplatz stoppen. Damit wären Pendler direkt an die U-Bahn angebunden und müssten eventuell kein Zickzack über den Hauptbahnhof fahren. Außerdem könnte man Münchner Fahrgäste hinzugewinnen, denn es gäbe eine direkte Verbindung vom Ostbahnhof zum Kolumbusplatz.

Wäre eine eigene Haltestelle nicht zu aufwändig?

Es ginge mit verhältnismäßig geringem Aufwand. Man könnte den Bahnsteig als Provisorium errichten. Dann bräuchte es auch kein langwieriges Planfeststellungsverfahren. Zwischen Nockherberg und Kolumbusplatz fährt der Zug ja durch einen Geländedurchbruch. Da wäre links und rechts der Gleise genug freie Fläche für die Bahnsteige. Über den Ausgang Kolumbusplatz würden einerseits U-Bahn und Busse angebunden. Auf der Nockherberg-Seite könnte man wiederum in die Tram einsteigen, die am Ostfriedhof hält.

Aber selbst wenn jetzt die Stadt in Bewegung kommt: Entscheidend ist ja auch der Freistaat. Ohne ihn läuft nichts.

Richtig. Aber die Stadt kann jetzt präzise Anforderungen an ihn stellen und den Druck erhöhen. Und schließlich muss und will auch der Freistaat Klimaziele erfüllen. Es wäre jetzt die Chance für die Politik, zu lernen, pragmatische Lösungen anzustreben und nicht irgendetwas langfristig in die Zukunft hineinzuplanen, das letztlich nicht realisiert wird.

Sie behaupten, auch an der Pocci­straße – ebenfalls am Süd­ring gelegen – wäre der Bau eines Bahnhofs möglich.

Ja. In diesem Fall müsste der Haltepunkt allerdings im Bereich der Brücke über der Lindwurmstraße liegen. Das wäre etwas komplizierter zu realisieren. Da ist der Kolumbusplatz erst einmal einfacher.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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