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Freie Bahn für Münchner Künstler ‒ Was sich künftig im Kreativquartier alles ändern soll

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Von: Kassandra Fischer

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Das Kreativquartier erstreckt sich entlang der Dachauer und Schwere-Reiter-Straße und verbindet die beiden Bezirke Neuhausen-Nymphenburg und Schwabing-West.
Das Kreativquartier erstreckt sich entlang der Dachauer und Schwere-Reiter-Straße und verbindet die beiden Bezirke Neuhausen-Nymphenburg und Schwabing-West. © Ursula Löschau

Die Stadtratskoalition will mehr Freiräume für Künstler und die Kreativszene in München schaffen. Welche Gebühren künftig entfallen sollen und was noch alles geplant ist...

Mehr Räume zur freien Entfaltung für die Münchner Kunst- und Krea­tivszene – dieser Mission haben sich jetzt die Stadtratsfraktionen Grüne/Rosa Liste und SPD/Volt angenommen. Erheblichen Veränderungsbedarf sehen sie dabei in der Nutzung der Außenflächen im Kreativquartier an der Dachauer und Schwere-Reiter-Straße.

Denn: Seit der Übertragung an die städtische Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft (MGH) sind schon viele künstlerische Projekte auf dem Gelände gescheitert (Hallo berichtete).

Das liege mitunter daran, dass eine für den Bereich zu hohe Anzahl an Stellplätzen erforderlich sei. Zudem würden derzeit Künstler zur Kasse gebeten, wenn sie die Frei­flächen für das Aufstellen von Skulpturen, für Urban-Gardening-Projekte oder für selbst gebaute Möblierungen nutzen. Und genau das soll sich künftig ändern.

Was sich im Münchner Kreativquartier für Künstler ändern soll

Konkret heißt das: Gebühren sollen entfallen, solange keine größere Profit­absicht besteht. Im Rahmen eines Pilotprojekts soll zudem auf die Stellplatzsatzung für das Kreativlabor verzichtet werden.

„Wir wollen die Kulturschaffenden unterstützen und unnötige Hürden aus dem Weg schaffen, damit der Charakter des Kreativquartiers erhalten bleiben kann“, erklärt Kathrin Abele, stellvertretende Vorsitzende der SPD/Volt-Fraktion. „Die Stadt will hier gute Bedingungen für neue kreative Stadtentwicklung schaffen.

Dazu gehört auch die Sichtbarkeit bildender Kunst oder die Aneignung der Freiräume durch die Schaffung fantasievoller Möblierungen oder Hochbeete“, ergänzt Mona Fuchs, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grüne/Rosa Liste.

Weitere Forderungen des achtteiligen Antragspakets sind deshalb sozial gestaltete Mietpreise, ein mobiles Begrünungskonzept, das noch im Frühjahr 2022 umgesetzt werden kann, sowie eine künstlerische Gestaltung der Container im Kreativlabor.

Außerdem soll die MGH ein Sanierungskonzept vorlegen und vor Ort öffentlich sichtbar machen. Drei ehemalige Werkswohnungen in den Gebäuden elf und 17 sollen indes bis Ende 2023 zu bezahlbaren Atelierwohnungen instandgesetzt werden.

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