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Machbarkeitsstudie für 60-Meter-Atelierhaus im Domagkpark wohl Ende 2022 im Kulturausschuss

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Von: Benedikt Strobach

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Einen Entwurf des 60-Meter-Kunstturms bei den Domagkateliers in München gibt es bereits.
Einen Entwurf des 60-Meter-Kunstturms bei den Domagkateliers in München gibt es bereits. © Benedict Esche/Kollektiv A

Münchens Künstler in den Domagkateliers wünschen sich einen 60 Meter hohen Atelierturm. Die Machbarkeitsstudie dazu könnte noch 2022 kommen.

Schwabing-Freimann Bereits heute bieten die Domagk­ateliers über 100 Künstlern aus München Raum, sich kreativ zu entfalten. Doch weil die Nachfrage das Angebot schon länger deutlich übersteigt, soll das Gelände wachsen. Zur Debatte steht ein vom Kulturreferat vorgeschlagener 25 Meter hoher Turm. Doch die Künstler selbst träumen von mehr: ein 60-Meter-Turm mit 100 weiteren Ateliers. Diese Idee wurde Ende 2020 auf Initiative von Stadtrat Lars Mentrup (SPD) einstimmig im Kulturausschuss auf den Weg gebracht. Nun gibt es Neuigkeiten:

„Ende des Jahres soll die Machbarkeitsstudie im Ausschuss präsentiert werden“, sagt Mentrup, der auch Vorsitzender des Vereins Domagk Kunstunterstützung (Doku) ist. Über diese werde also voraussichtlich noch 2022 abgestimmt. Geht es nach den Künstlern gibt es nur eine Möglichkeit. „Der 60 Meter hohe Turm wäre eine Bereicherung für uns“, sagt etwa Peter Pabst, der in einem der über 100 Ateliers im Domagkpark arbeitet.

60-Meter-Turm für Künstler im Domagkpark in München: Alt-OB Ude als prominenter Unterstützer des Plans

Auch Künstler Bernhard Schuster spricht sich für die höhere Variante aus: „Er wäre ein Leuchtturm für die Kunst in München.“ Einen weiteren prominenten Unterstützer des Projekts haben die Künstler auf ihrer Seite: Alt-OB Christian Ude, der kürzlich seinen 75. Geburtstag feierte, sprach sich ebenfalls für den Traum der Kulturschaffenden aus. „Die Domagkateliers sind eines der größten Kunstatelierhäuser Europas. Der Turm wäre ein Kennzeichen der Kunst, von überall erkennbar.“ Er stehe „voll hinter der Forderung“, betont Ude gegenüber Hallo. Die Kunst brauche solche Leuchtturm-­Projekte, um sich zu entwickeln.

Mentrup hat hingegen schon weitere Pläne: „Toll wäre es, wenn künftig in jedem Neubauquartier ein kleinerer Kunstturm mitgeplant würde.“ Diese Forderung sei zwar utopisch. „Aber wenn man bedenkt, wie früher auf heute realisierte Projekte geschaut wurde, war alles utopisch.“ Ude warnt hingegen davor, nicht zu viele Ideen zu schnell zu realisieren. „Es sollte keinen zu starken Proporz an verschiedenen Ecken geben.“ Zunächst sollte der Fokus auf dem Turm an den Domagk­ateliers liegen.

Ein 60-Meter-Turm bei den Domagkateliers ist Favorit der Künstler. Lars Mentrup, Bernhard Schuster, Edith von Welser-­Ude, Christian Ude – der für sein Atelier-Engagement ein Portrait zum 75. Geburtstag erhielt – und Peter Pabst (v. li.) sind dafür.
Ein 60-Meter-Turm bei den Domagkateliers ist Favorit der Künstler. Lars Mentrup, Bernhard Schuster, Edith von Welser-­Ude, Christian Ude – der für sein Atelier-Engagement ein Portrait zum 75. Geburtstag erhielt – und Peter Pabst (v. li.) sind dafür. © Benedikt Strobach

Jennifer Becker, Sprecherin des Kulturreferats, bestätigt auf Hallo-Anfrage, dass der Bedarf an zusätzlichen Räumen für Künstler gegeben sei. Das Referat setze sich dafür ein, die Förderung weiter auszubauen – sei es in Bestandsgebäuden oder Neubauten. Die Entscheidung – auch im Falle des Domagkatelier-Turms – obliege jedoch dem Stadtrat. Einen konkreten Termin für die Machbarkeitsstudie nennt sie nicht.

Mentrup gibt sich zuversichtlich bezüglich der Abstimmung im Ausschuss: „Sollten in der Machbarkeitsstudie keine Stolpersteine, etwa zu hohe Kosten, auftauchen, gehe ich davon aus, dass wir dem 60-Meter-Turm zustimmen werden.“

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