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ESV München hat große und teure Pläne für Vereinsgelände in Laim

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Von: Ursula Löschau, Daniela Borsutzky

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Anstelle der versiegelten Fläche soll an der Südterasse des Vereinsgeländes in Laim künftig ein Platz für alle Generationen entstehen.
Anstelle der versiegelten Fläche soll an der Südterasse des Vereinsgeländes in Laim künftig ein Platz für alle Generationen entstehen. © Kraske ESV

Noch kann der Umbau am Vereinsgelände des ESV München nicht beginnen, aber es gibt bereits große Pläne. Die Kosten und was für die Zukunft vorgesehen ist ...

Laim - Der ESV München mit Sitz am Bahnhof Laim hat keine Orte, an denen sich Sportler außerhalb des Trainings begegnen und beisammen sein können – darüber beklagt sich Geschäftsführerin Pia Kraske. „Wir sehen täglich, dass es hier aber ein höchst dringendes Bedürfnis gibt, sich parallel zum und nach dem Sport nicht-digital im wahren Leben zu treffen“, sagt Kraske. „Dies auch und gerade nach den für die Kinder und Jugendlichen schweren Corona-bedingten Einschränkungen.“

Laim: Vereinsgelände des ESV München plant zeitgemäßen „Begegnungsort“

Das möchte der Verein jetzt ändern, indem er einen Teil seines Geländes umgestaltet. Genauer: die Südterrasse des ESV, mit Blick in Richtung Bahngleise. „Dort kann man im Frühjahr und Sommer nicht sitzen. Die komplette Fläche ist versiegelt und heizt sich so sehr auf, dass Temperaturen über 40 Grad entstehen“, erklärt Kraske.

2006 eröffnete die Anlage an der Margarethe-Danzi-Straße. Die vormaligen Planer der Anlage, deren Auftraggeber nicht der ESV selbst war, hätten einen Begegnungsort „schlichtweg nicht auf ihrem Planungshorizont“ gehabt. Ab 2017 wurde die Anlage dann aufgrund wachsender Beliebtheit erweitert. Nun will sie der Verein zeitgemäßer gestalten.

Pia Kraske, Geschäftsführerin des ESV München
Pia Kraske, Geschäftsführerin des ESV München © Ursula Löschau

ESV München: Umgestaltung der Südterasse soll mehr Grün und Funktionalität schaffen

Hierzu sollen auf der Terrasse laut Kraske – teilweise auch in Eigenarbeit – die Betonplatten entfernt werden, damit die frei werdende Fläche mit Bäumen und Rasen begrünt werden kann. Auf dem sogenannten Begegnungsplatz kann man dann künftig auf Sitzelementen aus Beton unter Schatten spendenden Sonnenschirmen Platz nehmen und es soll Grillmöglichkeiten für kleinere Feste geben.

Entstehen soll außerdem ein Outdoor Fitness Park für alle, ohne vorherige Buchung. „Wir haben dabei insbesondere Geräte im Fokus, die von älteren Menschen und Kindern genutzt werden können“, betont Kraske. Auch ein Vereins- oder Gemeinschaftsraum und ein Gerätehaus, jeweils in Form eines Containers, sind vorgesehen.

Die Pläne für das Vereinsgelände sind nicht billig - Stadt und BAs sollen fördern

Kostenpunkt: circa 230.000 Euro. „Aufgrund der pandemiebedingten prekären Lage des Vereins haben wir eigentlich keine Eigenmittel für das Projekt“, sagt Kraske. „Wir spalten dieses daher in verschiedene Teilprojekte als Modul auf und stellen für jedes gesondert Anträge bei verschiedenen Trägern.

Die Geräte beispielweise versuchen wir über einen Förderantrag bei der EU zu erhalten.“ Für den Vereinsraum will der ESV Förderung vom Referat für Bildung und Sport und den Bezirksausschüssen Neuhausen-Nymphenburg und Laim, aus deren Einzugsgebiet die Sportler kommen, beantragen. Pro BA wird um 5.184 Euro Zuschuss gebeten. Die diversen Anträge sollen noch heuer eingereicht und der Umbau – wenn alles klappt – im kommenden Jahr realisiert werden.

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