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Siegerentwurf für Laim: Was auf dem Gelände des Münchner Busbetriebshof West entstehen soll

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Von: Marie-Julie Hlawica

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Der rückversetzte Turm wird 40, der vorne rechts zur Kreuzung Zschokkestraße gelegene 60 Meter hoch.
Der rückversetzte Turm wird 40, der vorne rechts zur Kreuzung Zschokkestraße gelegene 60 Meter hoch. © Riehle Architekten

Auf dem Gelände des Busbetriebshof direkt an der Westendstraße wird sich einiges ändern. Das Planugsreferat der Stadt hat nun den Siegerentwurf vorgestellt.

Laim - Wo jetzt noch alles brachliegt, rollen bald die Bagger an. Jetzt hat der Planungsausschuss der Stadt bekannt gegeben, was auf dem 9,5 Hektar großen Gelände zwischen Zschokke-, Westend-, Barmer- und Hans-Thonauerstraße wachsen soll.

Ingo Trömer vom Planungsreferat stellt den Siegerentwurf vor: „Neben zwei Hochhäusern entsteht ein zentraler Quartiers-Park. Dazu kommen 1100 Wohnungen, etwa 500 sind für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen.“

Erst im Januar 2020 wurde das Baurecht für das Gebiet direkt am U-Bahnhof Westendstraße erteilt und zum Wettbewerb ausgeschrieben. Gewonnen hat das Stuttgarter Architekturbüro Riehle. Der mit dem 1. Preis prämierte Entwurf geht mit dem Bauplan an der Zschokkestraße auch gleich hoch hinaus:

Prominenter Blickfang des Areals, auf dem einst der Straßenbahnbetriebshof war und jetzt der Busbetriebshof ist, werden zwei 40 und 60 Meter hohe Türme, die als neuer Verwaltungsstandort der Landeshauptstadt München genutzt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

Noch wird das Gelände als Betriebshof genutzt, bis es großflächig bebaut wird.
Noch wird das Gelände als Betriebshof genutzt, bis es großflächig bebaut wird. © Lina Ehehalt

Deshalb sind die SWM auch verantwortlich für den ersten großen Bauabschnitt direkt gegenüber der U-Bahnstation Westendstraße.

Ein großer Teil der zukünftigen Wohnmöglichkeiten entlang der Westendstraße wird ebenso von den Stadtwerken als Werkswohnungsbau errichtet.

Zudem entstehen 300 genossenschaftliche Wohnungen sowie Mietwohnungen einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Ingo Trömer: „Eine Kindertagesstätte und Grundschule werden vom städtischen Baureferat erstellt.“

Auf der Raumfläche von gut 26 000 Quadratmetern findet sich auch Platz für eine offene Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Zudem sind ausreichend Räume für Einzelhandel, Gastronomie sowie ein Alten- und Pflegezentrum vorgesehen.

Plan für die Zschokkestrasse.
Plan für die Zschokkestrasse. © Planungsreferat

Auch Nachhaltigkeit ist ein Thema: Grünflächen, Wasserbecken, recycelte Rohstoffe, die im Bau wiederverwendet werden, und ein umfassendes Mobilitätskonzept runden den Entwurf ab.

Startschuss für die Quartiersentwicklung ist der für dieses Jahr geplante Umzug des Busbetriebshofes nach Moosach. Ob schon 2023 an der Zschokkestraße gebaut wird? Die Ausschreibung erfolgt jetzt. Ingo Trömer: „Eine Zwischennutzung des Geländes wäre vielleicht denkbar.“

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