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LBV München wird 40 - Neues Grundstück statt Geburtstagstorte

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Jede Biotopfläche des LBV braucht spezielle Pflege. So kümmern sich die Mitglieder auch bei dem neuen Grund am Gröbenbach mit Handarbeit um die Natur.
Jede Biotopfläche des LBV braucht spezielle Pflege. So kümmern sich die Mitglieder auch bei dem neuen Grund am Gröbenbach mit Handarbeit um die Natur. © Patricia Stücher

Der Landesbund für Vogelschutz in München wird 40 Jahre alt. Zu diesem Anlass nahm der Verein ein neues Grundstück im Münchner Westen in seinen Biotopkreis auf.

MÜNCHEN Zum 40. Geburtstag gibt es keinen Kuchen – die Kreisgruppe München des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) macht sich ein anderes Geschenk: eine Biotopfläche am Gröbenbach in Langwied. Es handelt sich um ein zwei Hektar großes Bachgrundstück mit Wiesen und Auwald, auf dem sogar ein Biber seine Heimat hat und seltene Pflanzen wie die sibirische Schwertlilie wachsen.

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„Wir kommen damit unserem Ziel eines Biotopverbunds von Bächen, Wiesen und Wäldern im Münchner Westen ein großes Stück näher“, sagt Heinz Sedlmeier, Geschäftsführer des LBV München.

Ziel des Vereins ist es, diese Fläche und andere gekaufte Biotope hauptsächlich der Natur zu überlassen, aber auch speziell zu pflegen und zu schützen. „Dabei gehen wir sehr vorsichtig vor und setzen nur gewählte Werkzeuge ein, damit auch die kleinsten Tiere wie Grillen erhalten bleiben“, erklärt Sedlmeier.

LBV München wird 40: Schutz der biologischen Vielfalt als oberstes Ziel

Seit der Gründung im September 1982 durch Klaus Georg Schulze setzt sich die Kreisgruppe für den Schutz der Biotopflächen und den Artenschutz in München und Umgebung ein. Dazu zählt auch die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen. „In den 80er-Jahren ist eine große Umweltbewegung in Fahrt gekommen und da wollten wir in München auch ein Zeichen setzen“, berichtet Sedlmeier.

Angefangen hat es mit 20 Ehrenamtlichen und einem kleinen Pilzladen, in dem auch verschiedene nachhaltige Produkte verkauft wurden. 1998 zog der Verein in die Geschäftsstelle an der Klenzestraße 37 um. Mittlerweile hat er über 10 000 Unterstützer und 15 feste Mitarbeiter.

Der Verein leistet wichtige Arbeit. Denn: „Wir nehmen schon seit längerer Zeit wahr, dass die Anzahl an Vögeln abnimmt und die Flächenversiegelung wächst. Darunter leidet die biologische Vielfalt“, warnt Sedlmeier. Doch die Schutzanstrengungen des LBV zeigen Erfolge. So konnte etwa mit mehreren Nistkästen der Schutz der Waldschnepfe gewährleistet werden. Zum Jubiläum plant der Verein, im Herbst noch eine Jubiläumswiese mit 40 Obstbäumen am Kloster Schäftlarn zu pflanzen.

Patricia Stücher

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